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Leserbrief: Fokussierung aufs Rad nicht zu erkennen

Leserbrief : Fokussierung aufs Rad nicht zu erkennen

Betr.: Rundschau-Kommentar „Der ÖPNV ist wichtiger“

Dass Fahrradthemen häufig in den Medien behandelt werden, liegt daran, dass der Radverkehr in doppelter Hinsicht ein reizendes Thema ist. Leider hat die Medienpräsenz nicht zur Folge, dass nun übermäßig große Summen für den Radverkehr ausgegeben werden.

Wenn kürzlich ein Teil der Neuen Friedrichstraße zur Fahrradstraße umgewidmet wurde, ist außer ein paar neuen Schildern und Piktogrammen nicht viel passiert. Auf dem Gruppenbild mit Oberbürgermeister und Baudezernent könnte man meinen, die Stadt hätte vom Mirker Bahnhof bis zum Neumarkt eine neue Straße gebaut.

Wenn die WSW zehn Wasserstoffbusse anschaffen, geht es um 2,3 Millionen Euro Fördergeld. Dagegen habe ich nichts. Aber das ist eine andere Hausnummer.

Der Versuch, „ein gutes Fahrrad“ als teures Verkehrsmittel darzustellen, kann nicht gelingen. Es stimmt, dass Fahrräder in den letzten Jahren deutlich teurer geworden sind. Aber selbst ein neues Trekkingrad für 1.000 Euro amortisiert sich gegen ein Monatsticket der Preisstufe A (kein 9-Euro-Ticket) schon im ersten Jahr. Dabei wird das Ticket noch subventioniert, das Rad nicht.

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Es mag sein, dass der ÖPNV wichtiger ist, aber in finanzieller Hinsicht ist eine reine Fokussierung auf das Rad nicht ansatzweise zu erkennen.

Susanne Zweig

Leserbrief an die Wuppertaler Rundschau: redaktion@wuppertaler-rundschau.de
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