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Wuppertal: Grundschulkinder malen "Grundgesetzmutter" Helene Weber

Kinder-Kunst im Museum : Wenn Helene Weber total bunt wird

Im Zusammenhang mit der Denkmal-Ehrung der Wuppertaler „Grundgesetzmutter“ Helene Weber, die das NRW-Heimatministerium finanziert, läuft jetzt auch ein Kinderkunstprojekt im Von der Heydt-Museum.

Die Künstlerinnen Annika Heldmann, Andrea Raak und Christiane Thomas haben ein Ferienprogramm für rund 14 Kinder der Grundschule Mirker Bach entwickelt: Ziel ist es, durchsichtige Acrylscheiben in der ungefähren Größe von Esstellern mit Verfremdungen von Helene-Weber-Portraits oder auch von den Kindern selbst gemalten Helene-Weber-Gesichtern auszustatten.

Diese wetterfesten bunten Scheiben werden später in einen Baum auf dem Helene-Weber-Platz im Mirker Viertel gehängt. Der offizielle Start für diese Aktion ist für den 18. September geplant. Es geht darum, eine Frau, die sich für Gleichberechtigung stark gemacht hat, mit dem Blick von Kindern der heutigen Zeit zu präsentieren.

Bemalt werden im Museum zurzeit 30 bis 35 Acrylscheiben: Die Kinder haben sich schon zu einem „Helene-Weber-Fanclub“ entwickelt – vor allem auch, weil es während der Kunstaktion auch darum geht, welche Rechte Kinder haben sollten. Da sind schon interessante Ergebnisse formuliert worden: Neben dem Recht auf Mama und Papa sowie dem Recht auf Liebe ist auch das Recht auf ein Hochbett zur Sprache gekommen.

Wer sich die Zeit nimmt, an der großen Wall-Bushaltestelle ins Fenster des Von der Heydt-Ateliers zu schauen, sieht schon viele Ergebnisse der Kinder-Kunstaktion. Und man erkennt schnell: Die Welt kann total bunt sein – selbst wenn es, wie im Fall von Helene Weber, die von 1881 bis 1962 gelebt hat, nur Schwarz-Weiß-Bilder als Vorlagen gibt.