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Wuppertals Innenstädte nach der Lockerung der Corona-Maßnahmen

Corona-Maßnahmen: Geschäfte dürfen wieder öffnen : Erster Tag in Wuppertals Innenstädten nach der Lockerung

Zahlreiche Geschäfte haben am Montag (20. April 2020) nach der Lockerung der Corona-Maßnahmen ihre Türen wieder geöffnet. Die Rundschau hat sich in Wuppertals Innenstädten Elberfeld und Barmen umgeschaut.

Nachdem die Bundesregierung die Öffnung von Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern und die Öffnung von Möbelhäusern, Fahrradläden, KFZ-Händler und Buchhandlungen unabhängig von ihrer Größe erlaubt hat, haben am Montag wieder viele Geschäfte in Wuppertal ihre Türen geöffnet.

So lockte die Teil-Entschärfung der Corona-Maßnahmen zahlreiche Menschen in die Elberfelder und Barmer Fußgängerzone. Das sonnige Wetter und die milden Temperaturen trugen den Rest dazu bei. Auf dem Werth, der zentralen Einkaufsstraße in Barmen, kam es regelrecht zu einem Andrang. Schlangen bildeten sich vor den Geschäften, anderen Passanten auf seinem Weg durch die Stadt auszuweichen war kaum möglich.

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  • Der Bücherladen der Tafel ist wieder
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  • Marcel Hafke, FDP.
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In den Elberfelder City Arkaden gibt ein Schild am Eingang hinweis auf die Hygienebestimmungen. Trotzdem haben noch nicht alle Läden in den Arkaden, die eigentlich ab sofort wieder Kunden empfangen dürften, geöffnet. Schlangen bildeten sich in erster Linie vor Drogerie- und Schuhgeschäften. Kleinere Boutiquen blieben eher leer. Die Shoppinglust scheint die Wuppertaler noch nicht so richtig gepackt zu haben. Neugierig waren sie aber schon und flanierten in Massen durch die Elberfelder Innenstadt bis ins Luisenviertel. Aber auch hier: Nur jedes zweite Geschäft öffnete heute bereits seine Türen. Für viele Ladeninhaber kam die plötzliche Lockerung wohl doch etwas zu überraschend.

Auch Oberbürgermeister Andreas Mucke fiel das auf. Vor der montäglichen Pressekonferenz verschaffte sich Wuppertals Stadtoberhaupt einen Überblick in Barmen: „Ich habe gesehen, dass die Lockerungen dazu führen, dass die Menschen in großen Mengen in die Stadt kommen. Ich habe mir gerade ein Bild davon gemacht, die Abstände werden nicht eingehalten. Die Lage ist weiterhin ernst, deswegen der dringende Appell von mir, sich weiterhin an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten, um sich selbst und andere zu schützen.“ Da die Ladenöffnung eine Landesentscheidung sei, habe die Stadt Wuppertal keinen Einfluss darauf. Mucke: „Man sollte in den Geschäften nur das erledigen, was man wirklich erledigen muss.“

Gesundheitsdezernent Stefan Kühn empfiehlt, einen Mundschutz zu tragen. Allerdings könne die Stadt die Gesamtbevölkerung damit nicht ausstatten, betont er.

Eine kurze Momentaufnahme aus der Barmer Innenstadt (Montag, 20. April 2020, ca. 12 Uhr):