1. Corona Virus

Lions spenden Schutzkleidung für Pflegende in Wuppertal

Corona-Pandemie : Lions spenden Schutzkleidung für Pflegende

Die „Lions Emergency Grant Distrikt“ haben eine Spendenaktion für vier Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen organisiert. Auf Anregung von Dr. Johannes Vesper vom Lions Club Wuppertal-Mitte gehörte auch die Wuppertaler Diakonie zu den Empfängern.

Die Lions schafften Schutzausrüstungen und Desinfektionsmittel in Höhe von insgesamt 7.561,83 Euro an. Erstmalig wurde dabei auf Initiative von Dr. Ulrich Oberschelp (Past District Governer) auch ein Antrag aus Deutschland an die Lions-Zentrale in Amerika gestellt, der positiv beschieden wurde.

Die Schutzausrüstung wurde im Beisein von Oberschelp, Dr. Gertrud Ahr (District Westfalen-Ruhr) und Vesper in der Diakonie übergeben. Bärbel Hoffmann (Mitglied der Wuppertaler Diakonie-Geschäftsführung) dankte im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Unterstützung. Die Diakonische Altenhilfe Wuppertal bietet mit mehr als 1.000 Beschäftigten in acht Pflegeinrichtungen, drei Tagespflegen und in der Mobilen Pflege rund 1.600 Menschen ihre Dienste an.

Im März 2020 wurde auch in Deutschland deutlich: Das Corona-Virus, das so weit weg schien, beeinflusst auch den Alltag in Wuppertal enorm. Alltagsgegenstände wurden plötzlich Mangelware und so beklagten Kliniken und Pflegeeinrichtungen den Mangel an Schutzkleidungen für ihre Mitarbeitenden. Darauf waren viele nicht vorbereitet. Die Schutzkleidung, die zu 95 Prozent in Asien produziert wird, war nicht mehr zu bekommen.

Der Mangel an Schutzkleidung und die hohen Frachtkosten führten zu einer erheblichen Verteuerung dieser Gebrauchsgüter für Pflegeinrichtungen. Viele Wochen waren Schutzausrüstungen kaum zu bekommen oder waren von minderer Qualität. Mittlerweile hat der Bund darauf reagiert und Schutzausrüstungen und Desinfektionsmittel für den deutschen Markt reserviert. Der Schutz des Personals in den Pflegeeinrichtungen ist die wichtigste Voraussetzung, um die Pflege für Bewohnerinnen und Bewohner dauerhaft zu sichern.

Allen Beteiligten in der Diakonie Wuppertal ist klar: Die Bekämpfung der Pandemie braucht einen langen Atem und viele Unterstützer. Die regelmäßige Anschaffung der Schutzausrüstungen ist zu einem erheblichen Kostenfaktor geworden. Pfarrer Dr. Martin Hamburger betont, dass die Mitarbeitenden in der Pflege unter einem hohen Druck stehen und die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden die Grundvoraussetzungen sind, damit sie ihre verantwortungsvolle Tätigkeit weiter ausüben können. Die Aktion der Lions sei deshalb auch für die Diakonie Wuppertal eine wertvolle Unterstützung.