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Kitas in Wuppertal: Der Betrieb läuft weiter

Notbetreuung : Kitas: Der Betrieb läuft weiter

Eigentlich sollen Kindergartenkinder zurzeit nicht in die Kita gehen. Eigentlich. Bundesweit nehmen aber ein Drittel der Eltern das Angebot der Notbetreuung wahr, meldet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Wie ist die Situation in Wuppertal? Stadtbetriebsleiter Michael Neumann gibt die Antworten.

„Wegen der dynamischen Entwicklungen in der Pandemie ist dies vermutlich schwer vorhersehbar. Aber ja, eine längerfristige Strategie zum Betreuungsumfang und dem Personaleinsatz würde für alle Beteiligten mehr Sicherheit und Planungssicherheit bieten“, fasst der Wuppertaler Kita-Chef Michael Neumann die aktuelle Lage zusammen.

Denn auch in Wuppertal läuft der Betrieb in den Kindertagesstätten weiter. Zwar auf Sparflamme, denn rund 80 Prozent der Kinder, die städtische Einrichtungen besuchen, seien tatsächlich zu Hause geblieben. Aber grundsätzlich, erklärt Neumann, seien alle städtischen Erzieherinnen und Erzieher im Dienst. „Sie müssen für eine täglich wechselnde Anzahl an zu betreuenden Kindern zur Verfügung stehen.“ Die Arbeit in strikt getrennten Gruppen mache zudem einen höheren Personaleinsatz erforderlich. Höher liegen die Zahlen übrigens bei den freien Trägern. Dort blieben vergangene Woche laut Neumann nur 60 Prozent der Kinder zu Hause. Bei der Kindertagespflege, also bei den Tagesmüttern und -vätern, seien es sogar nur zwischen 20 und 30 Prozent.

Während des Lockdowns findet die Arbeit in den Kindertagesstätten grundsätzlich in „geschlossenen“ Gruppen statt. Der Kontakt zwischen Kindern und Beschäftigten verschiedener Gruppen soll damit reduziert werden. „Es gilt darüber hinaus weiterhin, die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten und im Kontakt zwischen Erwachsenen einen Mund-Nase-Schutz zu tragen“, erklärt Neumann. Dafür hatte die Bunderegierung FFP2-Masken zur Verfügung gestellt.

Dass Corona auch in Kitas kursiert, zeigen die Zahlen: „Seit August 2020 gab es in mehr als 60 Einrichtungen Infektionen mit dem Corona-Virus. Davon waren sowohl Kinder, Eltern als auch Beschäftigte betroffen.“