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50 Reserve-Behandlungsplätze in der Uni-Halle

Corona-Pandemie : 50 Reserve-Behandlungsplätze in der Uni-Halle

Ab sofort stehen in der Wuppertaler Uni-Halle 50 Behandlungsplätze zur Reserve bereit. Die Feuerwehr hat sie im Auftrag des Krisenstabes für den Fall eingerichtet, dass die vorhandenen in den Krankenhäusern nicht mehr ausreichen. Unterstützt wird die Feuerwehr von verschiedenen Wuppertaler Hilfsorganisationen.

Am Dienstag (8. April 2020) hat sich Oberbürgermeister Andreas Mucke mit Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig, Dezernent Matthias Nocke und dem Chef der Wuppertaler Feuerwehr Ulrich Zander vor Ort ein Bild gemacht.

„Ich bin beeindruckt, was hier in so kurzer Zeit aufgebaut wurde und ich bin zutiefst dankbar, dass wir in Wuppertal auf die Tatkraft so vieler Helferinnen und Helfer zurückgreifen können, wenn es darauf ankommt“, so Mucke. Der OB: „Aktuell steigt die Zahl der Neuinfizierten nur noch sehr langsam an. 165 Menschen sind bereits wieder gesund. Das zeigt, dass die von uns in Wuppertal frühzeitig umgesetzten Schutzmaßmaßnahmen greifen. Daher wünsche ich mir, dass wir diese Reserveplätze gar nicht in Anspruch nehmen müssen.“ Dem Dank schlossen sich Slawig und Nocke an.

„Auch wenn uns das Bereitstellen dieser Reservebehandlungsplätze mehrere hunderttausend Euro kostet, hoffe ich, wir werden sie nicht benötigen“, sagt Slawig. „Im Krisenstab waren wir uns aber einig, dass wir auch für extreme Notfälle gerüstet sein müssen.“ Nocke lobt ebenfalls die Einsatzkräfte: „Hier sind Profis am Werk und ich möchte mich bei allen sehr herzlich für das bisher Geleistete bedanken.“

Die einzelnen Plätze sind jeweils durch einen kleinen Sichtschutz abgetrennt. Foto: Stadt Wuppertal

Rund 30 Menschen können bei Bedarf mit medizinischem Sauerstoff unterstützt werden. „Die Versorgung der Patienten erfolgt durch geschultes Personal der Einsatzeinheiten der Hilfsorganisationen, durch weiteres medizinisches Fachpersonal sowie durch zusätzlich bereit gestellte Ärzte. Die Kapazitäten werden ausschließlich durch Verlegungen von Patienten aus überlasteten Kliniken genutzt. Es wird ausdrücklich keine Notaufnahme betrieben, Bürger können hier nicht direkt aufgenommen werden“, teilt die Verwaltung mit.

Besonderer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern des Deutsche Roten Kreuzes (DRK), der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), des Malteser Hilfsdienstes (MHD), der Feuerwehr und den Mitarbeitern der Uni-Halle.