Apple Pay im Einsatz: So verändert der Bezahldienst digitale Spieleangebote

Für iOS-Nutzer gibt es mit Apple Pay seit vielen Jahren eine unkomplizierte Lösung für mobile Zahlungen auf iPhones sowie für Online-Zahlungen auf iPads und Mac-Computern. Nachdem Apple Pay 2014 erstmals in den USA auf den Markt kam, eroberte die Bezahlmethode ab 2018 auch den deutschen Markt.

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Glücksspiel im Netz: Bezahlung per Apple Pay und Spielerschutz

Vor allem im Online-Gaming hat Apple Pay mobile Zahlungen und Mikrotransaktionen revolutioniert. Ein Grund dafür ist die besonders einfache Nutzung. Nutzer müssen keine Kartendaten eingeben oder sich über zig Seiten weiterleiten lassen. Stattdessen reicht eine kurze Bestätigung über Face ID, Touch ID oder den Gerätecode, um eine Zahlung innerhalb weniger Sekunden abzuschließen.

Gerade im Online-Gaming und im Glücksspiel ist das besonders praktisch, weil dort alles besonders schnell gehen soll. Wer spielen will, möchte Geld in Sekunden einzahlen oder einen Kauf direkt abschließen und nicht erst ewig Daten eingeben oder sich durch mehrere Schritte klicken. Casinos mit Apple Pay sind inzwischen mehrfach am Markt vertreten, während sich weitere Anbieter anschließen.

Für Gaming-Anbieter und Betreiber von Online-Glücksspielseiten hat Apple Pay ebenfalls klare Vorteile. Je einfacher der Bezahlvorgang ist, desto höher ist in der Regel die Abschlussrate. Wenn Spieler ihre Daten nicht jedes Mal neu eingeben müssen, brechen deutlich weniger Nutzer den Kauf oder die Einzahlung ab.

Gleichzeitig wirkt Apple Pay für viele Nutzer vertrauenswürdig, weil keine Kartennummern direkt an die Website übermittelt werden. Auch auf mobilen Geräten funktioniert die Zahlung besonders schnell, was für Apps und Browser-Games wichtig ist.

Für Anbieter bedeutet das oft mehr abgeschlossene Transaktionen und eine insgesamt höhere Aktivität innerhalb der Spieleplattform.

Apple Pay für ein extra starkes Sicherheitsgefühl

Damit Apple Pay überhaupt funktioniert, muss der Nutzer seine Kreditkarte oder Debitkarte einmal im System hinterlegen. Das passiert über die Wallet-App auf dem iPhone, iPad oder Mac. Dort wird die Karte hinzugefügt und anschließend von der jeweiligen Bank bestätigt. Dieser Schritt dauert meist nur wenige Minuten.

Ab diesem Moment läuft die Bezahlung anders ab als bei einer normalen Kartenzahlung im Internet. Apple speichert die echte Kartennummer nicht einfach und gibt sie auch nicht an Händler oder Websites weiter. Stattdessen wird eine sogenannte virtuelle Kartennummer erzeugt, die nur auf diesem Gerät existiert. Diese ersetzt bei jeder Zahlung die echte Kartennummer.

Wenn ein Spieler also in einem Game einen Kauf tätigt oder bei einer Gaming- oder Glücksspiel-Plattform Geld einzahlt, sieht der Anbieter nicht die eigentlichen Kartendaten. Übermittelt wird nur diese Ersatznummer zusammen mit einer einmaligen Transaktionsbestätigung.

Für Nutzer hat das einen klaren Vorteil. Selbst wenn eine Website gehackt würde oder Zahlungsdaten abgefangen werden, lassen sich daraus keine echten Kartendaten ableiten. Genau deshalb gilt Apple Pay in vielen Bereichen als sicherer als klassische Kartenzahlungen im Netz.

Regulierung: Apple Pay im deutschen Online-Glücksspiel

Im regulierten deutschen Online-Glücksspiel gehört Apple Pay inzwischen zu den zulässigen Zahlungsmethoden. Anbieter, die über eine deutsche Lizenz verfügen, dürfen den Bezahldienst grundsätzlich integrieren. Auch aus Sicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) steht Apple Pay nicht im Widerspruch zu den Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags.

Ein wichtiger Punkt dabei ist die Frage der Nachvollziehbarkeit von Zahlungen. Im regulierten Online-Glücksspiel dürfen Einzahlungen nicht anonym erfolgen. Anbieter müssen nachvollziehen können, von wem eine Zahlung stammt und welchem Spielerkonto sie zugeordnet wird. Genau deshalb sind anonyme Zahlungsformen, bspw. mit Kryptowährungen nicht erlaubt.

Apple Pay erfüllt diese Anforderungen. Zwar werden die eigentlichen Kartendaten gegenüber der jeweiligen Website nicht direkt offengelegt, die Zahlung selbst ist jedoch eindeutig einem Bankkonto beziehungsweise einer hinterlegten Karte zugeordnet. Die Transaktion bleibt also nachvollziehbar und kann dem registrierten Spielerkonto zugewiesen werden.

Damit passt Apple Pay gut in den regulierten Markt. Spieler profitieren von einer einfachen und schnellen Einzahlung, während Anbieter gleichzeitig die gesetzlichen Vorgaben für Identifizierung, Dokumentation und Spielerschutz einhalten können.

Mikrotransaktionen und spontane Käufe

Mikrotransaktionen gehören längst zum festen Bestandteil moderner Games. Statt nur einmal Geld für ein Spiel zu bezahlen, geben Spieler immer wieder kleine Beträge aus. Typische Beispiele sind Coins, Skins, Lootboxen oder zusätzliche Inhalte, mit denen sich neue Level freischalten lassen oder der Spielfortschritt beschleunigt wird. Gerade bei Mobile Games ist dieses Modell weit verbreitet.

Apple Pay passt perfekt in dieses System, weil der Kaufvorgang extrem kurz ist. Ein Item wird ausgewählt, die Zahlung mit Face ID oder Touch ID bestätigt und der Inhalt ist sofort im Spiel verfügbar. Der Spieler bleibt im Spielfluss und muss das Spiel nicht verlassen, um Zahlungsdaten einzugeben.

Aus psychologischer Sicht spielt dabei ein wichtiger Effekt eine Rolle. Kleine Beträge wirken harmlos. Zwei Euro für ein Paket Coins oder drei Euro für eine Lootbox fühlen sich nach wenig an. Werden solche Käufe jedoch mehrfach hintereinander getätigt, summieren sich die Beträge schnell. Genau deshalb funktionieren Mikrotransaktionen so gut.

Für Entwickler und Plattformbetreiber ist dieses Modell wirtschaftlich attraktiv. Jeder einzelne Kauf ist klein, aber die Menge der Transaktionen sorgt am Ende für einen großen Teil der Einnahmen moderner Spiele. Schnelle Bezahldienste wie Apple Pay verstärken diesen Effekt zusätzlich.

Apple verdient an diesem System ebenfalls mit, weil der Konzern über den App Store an vielen In-Game-Käufen eine Provision erhält.

Apple Pay vs. Google Pay

Apple Pay hat allerdings eine klare Einschränkung, denn der Dienst funktioniert nur auf Apple-Geräten und steht damit ausschließlich iOS-Nutzern zur Verfügung. Weltweit ist diese Gruppe deutlich kleiner als die Android-Nutzerschaft.

Android kommt global auf rund 71 bis 73 % Marktanteil, während iOS bei etwa 27 % liegt. Apple-Nutzer sind global gesehen wirklich also deutlich in der Minderheit. Natürlich gibt es auch für Android-User Lösungen für schnelle mobile Zahlungen. Das Android-Gegenstück zu Apple Pay ist Google Pay. Beide Systeme funktionieren im Kern sehr ähnlich.

Nutzer hinterlegen eine Kredit- oder Debitkarte im digitalen Wallet und können anschließend kontaktlos im Geschäft, in Apps oder auf Websites bezahlen. Technisch setzen beide Dienste auf NFC-Zahlungen und verschlüsselte Token, sodass Händler die eigentliche Kartennummer nicht sehen.

Der größte Unterschied liegt im verknüpften Betriebssystem. Apple Pay ist vollständig in iPhone, iPad und Mac integriert und wird über Face ID oder Touch ID bestätigt. Google Pay läuft dagegen Android-Geräten und ist damit für den deutlich größeren Nutzerkreis verfügbar. In der Praxis erfüllen beide Dienste aber genau denselben Zweck.