Aus der Region Polizei durchsucht Schule – Fahndung nach anonymem Anrufer

Solingen / Wuppertal · Die Polizei hat am Donnerstagvormittag (9. Juli 2026) das Gebäude der Theodor-Heuss-Realschule an der Felder Straße in Solingen durchsucht. Sie ermittelt nun wegen des Vortäuschens einer Straftat.

Symbolbild.

Foto: Christoph Petersen

Um 9:40 Uhr hatte sich eine bislang unbekannte Person telefonisch bei der Polizei gemeldet. Sie berichtete, auf Social-Media-Kanälen ein Foto gesehen zu haben, wie vermeintlich Bewaffnete eine Schule in Solingen betreten hätten.

Um auszuschließen, dass eine Gefahr für die Schülerinnen und Schüler sowie das Schulpersonal bestand, rückte die Polizei mit einem größeren Aufgebot zum Einsatzort an. Sie sperrte den Bereich ab. Die Kinder und Jugendlichen blieben unterdessen in den von den Lehrkräften verschlossenen Klassenräumen. Sie waren zuvor über die Lautsprecher der Schule informiert worden.

Bei der gründlichen Durchsuchung des Gebäudes stellten die Beamten nichts Verdächtiges fest. „Schülerinnen und Schüler wurden bei dem Einsatz nicht verletzt. Speziell geschulte Betreuungsteams kümmerten sich um die Kinder und Jugendlichen“, heißt es aus dem Präsidium. Nachdem die Polizei Entwarnung gegeben hatte, durften die Schülerinnen und Schüler ins Freie. Der Unterricht wurde für den Rest des Tages abgesagt.

Nach bisherigen Erkenntnissen könnte es sich um einen Fall von „Swatting“ handeln, also des bewussten Vorgaukelns einer Gefahrenlage. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen. Wird der Anrufer bzw. die Anruferin identifiziert, droht eine erhebliche Strafe. Dazu gehören auch die nicht unerheblichen Kosten für den Einsatz.

Die Polizei betonte anschließend, dass ein solcher Einsatz ohne Alternative sei. Wäre wirklich etwas passiert und man nicht vor Ort gewesen, wäre die öffentliche Kritik groß gewesen, so das Wuppertaler Polizeipräsidium. Man greife bei der Wahl der Maßnahmen zudem auf Erfahrungswerte zurück.