„Ziel ist es, gewalttätiges Verhalten frühzeitig zu erkennen, zu reflektieren und nachhaltig zu verändern. Dadurch sollen weitere Gewalthandlungen verhindert und Gewaltspiralen durchbrochen werden“, so die beiden Fraktionen. Der Schutz von Betroffenen habe „höchste Priorität“. Häusliche Gewalt könne langfristig aber nur dann wirksam bekämpft werden, „wenn neben dem Opferschutz auch Maßnahmen zur Verhaltensänderung von Tätern in den Blick genommen werden“.
„In Wuppertal bestehen bereits wichtige Unterstützungs- und Beratungsangebote für Betroffene häuslicher Gewalt. Diese sollen durch ein professionelles Angebot für Täter ergänzt werden. Erfahrungen aus anderen Kommunen sowie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass strukturierte Täterprogramme dazu beitragen können, Rückfälle zu vermeiden, Verantwortungsübernahme zu fördern und erneute Gewalthandlungen zu verhindern“, erklären SPD und CDU.
Das geplante Konzept soll „in enger Abstimmung mit freien Trägern, Beratungsstellen, Frauenhäusern, der Polizei sowie weiteren relevanten Akteurinnen und Akteuren entwickelt werden. Darüber hinaus soll die Verwaltung prüfen, welche Förderprogramme von Land, Bund oder weiteren Fördermittelgebern für die Finanzierung genutzt werden können.“
Man knüpfe mit dem Antrag an die Ziele der Istanbul-Konvention an. Deutschland hat sich damit verpflichtet, Gewalt gegen Frauen wirksam vorzubeugen, Betroffene zu schützen und bestehende Gewaltstrukturen abzubauen.