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Nestlé Ernährungsstudie 2019: Man ist, was man isst

: Nestlé Ernährungsstudie 2019: Man ist, was man isst

Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé beschäftigt sich in Studien regelmäßig mit dem Ernährungsverhalten der Bevölkerung. Eine Erkenntnis aus der diesjährigen Ernährungsstudie: Die Persönlichkeit entscheidet über den Ernährungsstil.

Schon 2009 hat Nestlé sieben Persönlichkeitstypen und ihnen zugehörige Ernährungstendenzen identifiziert. Basierend darauf stellt der Nahrungsmittelkonzern beim Blick nach Deutschland heutzutage eine zunehmende Teilung fest, was das Essverhalten betrifft.

Der Stellenwert gesunder Ernährung beispielsweise hängt laut den Studienverantwortlichen wesentlich vom Persönlichkeitstypen ab. Dass der Nahrungsmittelhersteller in Deutschland ganze sieben Typen mit individuellem Ernährungsverhalten erkennt, passt gut zum Zeitalter der Individualisierung.

Der Großteil aller Deutschen will sich gesund ernähren

Neben Pragmatikern, Problembewussten und Nestwärmern identifiziert die Nestlé-Ernährungsstudie im Jahr 2019 Sattesser, Gehetzte, Gesundheitsidealisten und Multi-Optionale als Persönlichkeitstypen. Gesunde Ernährung spielt laut den Studienverantwortlichen für vier der sieben Gruppen eine Rolle. Nur drei legen keinerlei Wert auf Ernährungsfragen und unterscheiden sich dadurch vom Großteil der Bevölkerung. Neben den Pragmatikern beschäftigen sich die Sattesser und die Gehetzten wenig mit Ernährungsfragen. Ihre Persönlichkeitsmerkmale beeinflussen ihr Ess- und Gesundheitsverhalten auf unterschiedliche Art und Weise negativ. Während die relativ anspruchslosen Pragmatiker möglichst aufwandslos essen möchten, geht es Sattessern um die schnelle Befriedigung ihrer Heißhungerattacken. Die Gehetzten sind beruflich dagegen derart eingespannt, dass sie keine Zeit für Ernährungsfragen haben.

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Keine Zeit für die Gesundheit

Nestlés Analyse der genannten Persönlichkeitstypen spiegelt Grundtendenzen des gegenwärtigen Zeitalters wieder. Durch steigende Anforderungen im Privat- und Berufsleben bleibt wenig Freizeit übrig, wodurch sich viele Menschen ständig unter Zeitdruck fühlen. Hintergründe wie diese liefern eine Erklärung für den Wunsch nach zeitsparender Ernährung. Mit Alltagshelfern wie dem Thermomix lassen sich zwar theoretisch auch gesunde Rezepte aus frischen Zutaten mit wenig Aufwand zubereiten. Dennoch neigen gerade Pragmatiker und Gehetzte zu ungesunden Alternativen wie Fast Food und Tiefkühlkost. Sogar in den Gruppen mit Interesse an gesunder Ernährung hält Nestlé den Zeitdruck des Stresszeitalters als problematisch fest. Der Ernährungstyp der Multi-Optionalen beispielsweise stellt hohe Ansprüche an die eigene Ernährung. Obwohl frische und gesunde Gerichte ein erklärtes Ziel dieser Gruppe sind, scheitern diese Persönlichkeiten wegen Zeitmangel oft an der Umsetzung ihrer Ernährungspläne.

Frauen ernähren sich gesünder

Wie Nestlé nach der Erhebung der aktuellen Ernährungsstudie zusammenfasst, herrscht nicht nur zwischen den unterschiedlichen Persönlichkeitstypen ein Gefälle hinsichtlich gesunder Speisen. Auch das Geschlecht scheint bei der Frage nach dem Ernährungsstil eine Rolle zu spielen. Sowohl die Gruppe der Pragmatiker als auch Sattesser besteht laut den Studienverantwortlichen vorwiegend aus Männern. Damit neigen Männer im Vergleich zu Frauen eher zu Desinteresse an einer gesunden Lebensweise. Gesünder lebende Persönlichkeitstypen wie die Gesundheitsidealisten sind nach Nestlés Erkenntnissen in der Regel weiblichen Geschlechts. Auch der Bildungsstandard scheint bei der Ernährungsentscheidung eine Rolle zu spielen. Höher Gebildete haben laut den Studienergebnissen beispielsweise oft hohe Ansprüche, was ihren Speiseplan betrifft.