„Für das im April 2026 gestartete Verfahren hatten sich zwar einige Bewerber gefunden, die die Eignungskriterien erfüllen, für die Erarbeitung eines wirtschaftlich tragfähigen Konzeptes hätten sie aber deutlich mehr Zeit und Raum benötigt, als das Verfahren bietet. Daher hatten sie ihre Bewerbung zurückgezogen“, heißt es aus dem Rathaus.
Als eines der größten Vermarktungshemmnisse habe sich das Erbbaurecht erwiesen, mit dem sich die Stadt die dauerhafte Entscheidungsbefugnis über das Grundstück mit den städtebaulich und historisch bedeutsamen Zoosälen sichern möchte: „Die Finanzierung des Projekts wird Investoren dadurch erschwert. Dass das Gebäude unter Denkmalschutz steht, in Zusammenhang mit dem Zoo gesehen werden muss und mit Blick auf die Bundesgartenschau 2031 eine Rolle spielen soll, kommt noch hinzu. Außerdem muss die Skulptur des Künstlers Tony Cragg auf dem Vorplatz gesichert werden.“
Das Verfahren soll nun „marktgängiger gestaltet“ werden: Die Stadt will die Vorgaben für die Entwicklung der Zoosäle kurzfristig überprüfen und so weit wie möglich anpassen. Es werd angestrebt, „das Verfahren Ende dieses Jahres fortzuführen und noch einmal für Investoren zu öffnen“.
Dennoch gebe es, so die Verwaltung, ein positives Ergebnis: „Im Rahmen einer umfassenden und detaillierten Grundlagenermittlung wurden zahlreiche Unterlagen erarbeitet, Untersuchungen durchgeführt und Daten erhoben, die während des weiteren Vorgehens von erheblichem Nutzen sein werden, insbesondere in Bezug auf den Denkmalschutz.“