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Wuppertaler Grüne: „Reine Konsummeilen nicht mehr zeitgemäß“

Wuppertaler Grüne : „Reine Konsummeilen nicht mehr zeitgemäß“

Nach der Ankündigung, dass der Wuppertaler Filiale des Warenhauskonzerns Galeria Kaufhof im Januar 2024 dichtgemacht wird, fordern die Grünen einen „konstruktiven Umgang mit der Schließung“.

Denise Frings (Fraktionsvorsitzende): „Managementfehler und das geänderte Kaufverhalten der Menschen führen zur Schließung eines der wenigen verbliebenen Warenhäuser. Wir bedauern die Entscheidung des Konzerns sehr, denn in den letzten Jahren wurde mehrfach die Gefahr der Insolvenz knapp abgewendet und immer haben die vor allem weiblichen Beschäftigten Konzessionen an den Konzern gemacht, um den Betrieb aufrechterhalten zu können. Das ist eine sehr traurige Zeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und jetzt muss alles getan werden, damit sie einen neuen Arbeitsplatz finden.“

Klaus Lüdemann (Stadtrat aus Elberfeld und lange Zeit Betriebsrat): „Es ist wichtig, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz zu helfen. Ein probates Mittel ist eine Transferagentur oder eine Transfergesellschaft. Nach der Kündigung haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zwei Möglichkeiten: Entweder, sie gehen in eine Transfergesellschaft über, bekommen für mehrere Monate den größten Teil ihres Gehaltes weiterbezahlt, werden umgeschult und auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. Oder aber sie gehen sofort und akzeptieren eine Abfindung in Höhe von zwei Monatsgehältern, maximal aber 7.500 Euro. Die Höhe der Abfindung ist ein Hohn angesichts teilweise jahrzehntelanger Mitarbeit, aber leider der Tatsache geschuldet, dass die Masse des Insolvenzverfahrens gering ist.“

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Rainer Widmann (Sprecher für Stadtentwicklung): „Wichtig für uns ist jetzt auch, dass das stadtbildprägende, denkmalgeschützte Gebäude eine angemessene, sinnvolle und würdige Nachnutzung erhält. Wir müssen generell die Innenstädte neu denken: Die reinen Konsummeilen sind nicht mehr zeitgemäß, vielmehr werden Geschäfte künftig immer mehr durch Bildungs- und Kulturangebote, Freizeiteinrichtungen, Gastronomie, aber auch wieder verstärkt durch Wohnungen in den Obergeschossen ergänzt werden müssen, um Leerstände zu vermeiden. Insgesamt wünschen die Grünen sich einen konstruktiven Umgang mit der Schließung.“