Erstmalig in 2012, damals noch unterstützt von gleich vier Bürgervereinen (Sudbürger, Cronenberger Bürger- und Heimatverein, Bürgerverein Küllenhahn und dem Bürgerverein Hahnerberg-Cronenfeld), feierte die Aktion ihr Debüt. „Ich bin während eines Spaziergangs auf ein Plakat gestoßen, auf dem die Bethe-Stiftung für ihre Spenden-Verdopplungsaktion warb, um die Finanzierung des damals noch in Gründung befindlichen Hospizes zu unterstützen“, erinnert sich Initiatorin Sally Stursberg.
Der gebürtigen Engländerin, in deren Heimat derartige Spendenaktionen quasi Tradition haben, kam sofort eine Idee in den Kopf und so organisierte sie mit ihrer Mitstreiterin Sabine Böttcher die erste Spendenwanderung. „Damals sind wir gemeinsam mit den Teilnehmern von der Kaisereiche bis nach Sudberg gewandert und bekamen am Ende knapp 7.500 Euro zusammen, die die Bethe-Stiftung damals um weitere 5.000 Euro ergänzte“, sagt Sally Stursberg.
Seit diesem Tag findet nun alle zwei Jahre die Spendenaktion zugunsten für das Bergische Kinder- und Jugendhospiz Burgholz statt. Mittlerweile allein organisiert durch Sally Stursberg und Sabine Böttcher, wurde die Strecke angepasst – sie ist nun eine Rundwanderung durch den Sudberger Wald, um noch mehr Teilnehmer dafür zu begeistern. 2023 kamen dann noch Mountainbiker und sogar Reiter, denn von denen gibt es auf Sudberg bekanntlich viele, hinzu. „Unsere Aktion wird von Mal zu Mal besser angenommen und darüber freuen wir uns sehr.“
Dr. Martin Hamburger, Vorstandsmitglied der Bethe-Stiftung, ergänzt: „Wir unterstützen diese Leuchtturm-Aktion sehr gerne, um noch weitere Menschen zu motivieren, mitzumachen.“ Hier zählt jede Spende – egal wie klein oder groß sie ist. Bei der vergangenen Sudberger Spendenaktion im Spätsommer vergangenen Jahres kamen nun 14.858 Euro zusammen, die die Bethe-Stiftung verdoppelt und somit ein Gesamtergebnis von 29.716,66 Euro für das Bergische Kinder- und Jugendhospiz erzielt werden konnte.
Sehr dankbar zeigte sich Kerstin Wülfing (Geschäftsführung des Kinder- und Jugendhospizes Burgholz) bei der kürzlich stattgefundenen Spendenübergabe. „Diese, aber natürlich auch andere Aktionen für unsere Einrichtung, spiegeln auch die Wertschätzung der Bevölkerung wider und dafür sind wir sehr dankbar“, so Kerstin Wülfing. Die Versorgung der kranken Kinder im Hospiz wird nur zu einem gewissen Teil, im Rahmen gesetzlicher Regelungen, durch die Kostenträger finanziert; keine öffentliche Finanzierung gibt es allerdings für die Aufnahme und Betreuung der Familienangehörigen.
Die betroffenen Familien können sich durch die besonderen Lebensumstände einen Aufenthalt gemeinsam mit ihren Kindern finanziell nicht leisten. Um jedoch allen Familien den kraftgebenden Aufenthalt zu ermöglichen und um besondere Angebote und Aktivitäten finanzierbar zu machen, sammelt die Kinderhospiz-Stiftung Bergisches Land kontinuierlich Spenden und so fließt auch das Geld aus der Sudberger Spendenaktion in diese Arbeit ein.
„Insgesamt haben wir im Laufe der vergangenen Jahre rund 71.000 Euro an Spenden für das Bergische Kinder- und Jugendhospiz Burgholz zusammengetragen und im nächsten Jahr sind wir mit unserer Aktion wieder mit dabei“, so Sally Stursberg.