Fußball-Regionalliga: Wuppertaler SV Vollmerhausen: "Ich begrüße Manuels Verbleib"

Wuppertal · Seit dem vergangenen Freitag bereitet Trainer Stefan Vollmerhausen den Wuppertaler SV auf die Saison in der Fußball-Regionalliga West vor. Bis zum ersten Spieltag sind es nur noch 30 Tage. Wir sprachen mit dem 43-Jährigen.

 WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen (re.) mit dem Wuppertaler Box-Weltmeister Werner Kreiskott.

WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen (re.) mit dem Wuppertaler Box-Weltmeister Werner Kreiskott.

Foto: Stefan Rittershaus

Rundschau: Herr Vollmerhausen, stimmt es, dass Sie am Montag das Training auf Wunsch von Gaetano Manno und Silvio Pagano vorverlegt haben?

Vollmerhausen: Richtig, natürlich wollten die beiden das EM-Spiel von Italien gegen Spanien sehen. Das ist doch verständlich. Und wenn die deutsche Mannschaft um 18 Uhr angetreten wäre, dann hätte ich schließlich auch so entschieden.

Rundschau: Worauf liegt in der ersten Arbeitswoche Ihr Hauptaugenmerk?

Vollmerhausen: Es geht darum, die Zugänge so schnell wie möglich zu integrieren und ihnen unseren Spielstil zu vermitteln.

Rundschau: Wie soll der aussehen?

Vollmerhausen: Ich lege Wert auf viel Tempo. Das bedeutet, schnelle Angriffe zu kreieren sowie im Umschaltspiel von Defensive auf Offensive nach einem Ballgewinn sofort zügigen Zug zum gegnerischen Tor zu entwickeln. Diesbezüglich haben wir auch unsere Neuverpflichtungen ausgerichtet.

Rundschau: Sie haben 15 neue Spieler inklusive vier A-Jugendliche begrüßt. Gibt es bei diesen einen Königstransfer?

Vollmerhausen: Nein. Ich habe lediglich gesagt, dass ich vier Spieler mit Regionalliga-Erfahrung haben möchte. Diese sind mit Pascal Bieler, Kevin Hagemann, Babacar M'Bengue und Silviano Pagano gekommen.

Rundschau: Wie lassen sich solche Transfers zwischen vierter und sechster Liga initiieren?

Vollmerhausen: Ich habe mir da inzwischen schon ein ganz gutes Netzwerk zugelegt. Manuel Bölstler hat das sowieso. Wir sind uns einig, bei den Transfers richtige Entscheidungen getroffen zu haben. Wir sollten gut aufgestellt sein, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen.

Rundschau: Nur um den geht es?

Vollmerhausen: Jeder sollte unseren Etat kennen. Natürlich ist es in Wuppertal Tradition, Parolen rauszuhauen. Wir aber tun gut daran, in der Vorbereitung täglich zweimal hart zu trainieren, um so viele Mannschaften hinter uns zu bringen, dass wir am Ende der Saison über dem Strich stehen können.

Rundschau: Wir — das heißt Sie und Manuel Bölstler?

Vollmerhausen: Meine Aufgabe ist es, die Mannschaft fit zu machen. Die Diskussionen um Manuel muss ich nicht kommentieren, das haben andere zur Genüge getan. Daher möchte ich mich in dieser Hinsicht defensiv verhalten. Aber: Ja, ich begrüße Manuels Verbleib. Er trägt mit seiner Qualität sehr viel zur Entwicklung des Vereins bei.

Knapp 800 Karten hat der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV am ersten Vorverkaufstag für das Testspiel am 9. Juli (15.30 Uhr, Stadion am Zoo) gegen den deutschen Vizemeister Borussia Dortmund verkauft. Hinzu kommen rund 250 Dauerkarten für die kommende Saison.

Das erste Vorbereitungsmatch bestreitet die Mannschaft von Trainer Stefan Vollmerhausen am Samstag — um 14 Uhr in Eschenburg-Eiershausen bei Dillenburg gegen den Südwest-Regionalligisten TSV Steinbach. Erstmals auf heimischem Gefilde ist die Mannschaft dann am Mittwoch, 6. Juli, zu sehen — gegen die Spielvereinigung Schonnebeck (19.30 Uhr, Freudenberg).

Während der neue Vertrag mit Sportdirektor Manuel Bölstler noch nicht unterschrieben ist, steht die erste Entscheidung fest: Gaetano Manno bleibt Kapitän. "Es gibt keinen Grund, etwas zu verändern", so Vollmerhausen.