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Wuppertaler Ratsmehrheit für Anmietung der Ex-Bundesbahndirektion

Döppersberg : Ratsmehrheit für Anmietung der Ex-Bundesbahndirektion

Der Wuppertaler Stadtrat hat am Dienstag (5. April 2022) den Weg für die Anmietung der ehemaligen Bundesbahndirektion freigemacht. Der Verwaltungsvorschlag dafür fand – gestützt auf CDU, Grüne und SPD – eine große Mehrheit.

Damit hat das städtische Gebäudemanagement jetzt den Auftrag, mit der Clees-Gruppe als Eigentümer des Objekts einen Hauptmietvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren sowie die Untermietverträge mit dem Jobcenter und der Bergischen Universität abzuschließen. Außerdem soll sie über die im Mietvertrag vereinbarten Maßnahmen hinaus weitere Maßnahmen prüfen, durch die Beiträge zum Klimaschutz sowie zur Energieeffizienz erreicht werden. Die Vorschläge sollen bis zur Entscheidung über den Haushaltsplan 2022/2023 vorzulegen.

Im Februar hatte die Politik bei dem Projekt noch die Bremse gezogen, weil der Rat im Hinblick auf den Mietvertragsentwurf noch zu viele Fragen und Zahlen offen sah. Jetzt gab es grünes Licht dafür, dass die Stadt gut 12.000 Quadratmeter in zentraler Lage am Döppersberg selbst übernimmt und weitere knapp 6.500 Quadratmeter an das Jobcenter und rund 5.500 Quadratmeter an die Uni untervermietet. Die Planung sieht eine Fertigstellung des dann vollständig sanierten Gebäudes für Ende 2024 vor.

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Gegenwind hatte es zuvor unter anderem von FDP und den Freien Wählern an der Höhe des Mietpreises gegeben. Das Gebäudemanagement bewertet ihn aber als marktüblich. Außerdem ermögliche die Anmietung der Bundesbahndirektion „einen ‚Quantensprung‘ für Bürgerservice und für moderne Arbeitsorganisation“.

Einziehen sollen dort Einwohnermeldeamt und das Straßenverkehrsamt sowie Teile weiterer Ämter mit zentralen Dienstleistungs- und Beratungsfunktionen. Die Uni will am Döppersberg das aus allen Nähten platzende Institut für Bildungsforschung ansiedeln, das Jobcenter plant nebenan die Zusammenlegung der bisher zwei Elberfelder Geschäftsstellen, ein Coachingcenter und im „Zentrum Zukunft“ die Bündelung seiner Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien.