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Wuppertaler Forschung zum „autonomen und vernetzten Fahren“

Bergische Uni : Wuppertaler Forschung zum „autonomen Fahren“

Ein Team der Bergische Uni beteiligt sich mit Blick auf die Leitinitiative „Autonomes und Vernetztes Fahren“ des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) an den drei Teilprojekten „KI Absicherung“, „KI Data Tooling“ und „KI Delta Learning“. KI steht für „Künstliche Intelligenz“.

Mit „KI Wissen“ geht nun das letzte von vier der KI-Familie zugehörigen Forschungsprojekten an den Start. In den kommenden drei Jahren werden 16 Partner aus Industrie und Wissenschaft an der Entwicklung von Methoden für die Einbindung von Wissen in das maschinelle Lernen arbeiten. Die im Projekt erzielten Ergebnisse sollen maßgeblich zur Lösung zentraler Problemstellungen auf dem Weg zum autonomen Fahren beitragen.

Insgesamt forschen die drei Wuppertaler Wissenschaftler Prof. Dr. Hanno Gottschalk, Dr. Matthias Rottmann (beide Arbeitsgruppe Stochastik) und Dr. Karsten Kahl (Arbeitsgruppe Angewandte Informatik) in den drei KI-Projekten gemeinsam mit sieben Doktorandinnen und Doktoranden. Sie beschäftigen sich zum einen mit Methoden zur Erkennung der Unsicherheit tiefer neuronaler Netze für die Bilderkennung im automatisierten Fahren. Inwiefern künstliche Bilddaten aus Fahrsimulationen verwendet werden können, um die neuronalen Netze für den Gebrauch auf realen Bilddaten zu verbessern, ist ein zweiter Schwerpunkt. Außerdem erforschen Rottmann, Kahl und Gottschalk Methoden zum Trainieren mit wenigen Labeln sowie neuronale Netzarchitekturen mit geringerer Modelkomplexität.

Die KI-Familie wurde aus der VDA-Leitinitiative „Autonomes und Vernetztes Fahren“ initiiert und entwickelt. An den vier Projekten sind 80 führende Partner aus Wissenschaft und Industrie beteiligt. Sie werden durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

„Die Projekte bauen mit ihrer thematischen Komplexität und ihrer vernetzten Struktur umfassende KI-Expertise für die gesamte Bandbreite des automobilen Anwendungsfeldes auf. Der systematische Kompetenzaufbau erlaubt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der vier Forschungsprojekte, ihre Ressourcen fokussiert einzusetzen während sie von allen gewonnenen Erkenntnissen profitieren. Der Erfahrungsaustausch innerhalb der KI Familie fördert so den Forschungs- und Entwicklungsprozess der einzelnen Projekte und macht sie insgesamt dynamischer“, so die Uni.