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"Wuppertal Marketing" braucht Finanzspritze

250.000 Euro : "Wuppertal Marketing" braucht Finanzspritze

Die Stadt will der Wuppertal Marketing GmbH kurzfristig 250.000 Euro aus dem Haushalt zahlen. Damit soll die Gesellschaft, an der auch 24 Unternehmen als Gesellschafter beteiligt sind, saniert werden.

"Die Gründe für die nicht mehr tragbare wirtschaftliche Situation der WMG sind sowohl strukturell als auch aktuell: Strukturell leidet die WMG an einer chronischen Unterfinanzierung, denn die Zuschüsse der Stadt mussten im Zuge der Haushaltskonsolidierung eingefroren werden, während Personal- und Sachkosten Jahr für Jahr gestiegen sind", so die Verwaltung.

Aktuell komme der Ausfall der Schwebebahn und insbesondere des Kaiserwagens dazu. Der Kaiserwagen werde zudem "durch die notwendige Umrüstung auf das neue System über den August 2019 hinaus bis womöglich Ende des Jahres nicht im Einsatz" sein. Dadurch verliere die WMG die Einnahmen aus dem Erlös der Oldtimerfahrten — rund 180.000 Euro.

"Mit dem Zuschuss und einer finanziellen Neuaufstellung wird es der WMG ermöglicht, ihre Arbeit solide fortzusetzen und auch die Vorbereitung des ,Langen Tisches‘ zum 90. Stadtgeburtstag durchzuführen. Als Nächstes steht die Erarbeitung eines nachhaltigen Sanierungskonzeptes auf der Agenda, um die WMG inhaltlich und finanziell für die Zukunft fit zu machen. Denn insbesondere das Stadtmarketing nach außen muss deutlich verstärkt werden", so Oberbürgermeister Andreas Mucke, der Aufsichtsratsvorsitzender der WMG ist.

"Der einmalige Sanierungszuschuss der Stadt ist notwendig, um kurzfristig die Existenz der WMG zu sichern", erklärt Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig. "Damit wird die Grundlage geschaffen für die Erarbeitung eines mittelfristigen Sanierungskonzeptes gemeinsam mit den anderen Gesellschaftern. Außerdem soll die wirtschaftliche Entwicklung der WMG intensiv monatlich ausgewertet und dem Finanzausschuss berichtet werden."