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Wuppertal: Laute Schwebebahnen müssen in die Werkstatt

Radreifen werden erneuert : Laute Schwebebahnen müssen in die Werkstatt

In den letzten Wochen ratterte es manchmal lauter auf der Strecke, je nachdem welches Schwebebahnfahrzeug gerade unterwegs war. Ursache des erhöhten Geräuschpegels sind abgefahrene Radreifen. Besonders laute Bahnen werden jetzt in die Werkstatt geschickt.

Der gestiegene Lärmpegel auf der Strecke fiel auch vielen Fahrgästen und Anwohnern auf, die entlang der Schwebebahnschienen wohnen. Grund zur Sorge ist das allerdings nicht, die Betriebssicherheit ist jederzeit gewährleistet, erklären jetzt die Wuppertaler Stadtwerke. Um die Bahnen wieder leiser zu machen, werden die Stadtwerke die Erneuerung der Radreifen vorziehen und schicken besonders laute Bahnen in den nächsten Wochen in die Schwebebahnwerkstatt.

Insgesamt 11 Schwebebahnen werden in den nächsten Wochen aus dem Verkehr gezogen und bekommen neue Radreifen. Normalerweise ist dies erst nach 80.000 gefahrenen Kilometern nötig. Die jetzigen Radreifen zeigen allerdings schon nach 60.000 Kilometern Ermüdungserscheinungen. Aufgefallen war das, wie bereits genannt, den erhöhten Lärmpegel der Bahnen. „Pie mal Daumen hätten wir mit dem Austausch der Radreifen erst in einem Jahr gerechnet“, erklärt Rainer Friedrich von den WSW.

Bis alle Bahnen wieder leise durchs Tal rollen, kann es Corona-bedingt allerdings etwas dauern, denn für die notwendigen Ersatzräder gibt es aktuell einen Lieferengpass. Die ungeplante Austauschaktion hat daher Auswirkungen auf den Fahrplan. Da mehrere Fahrzeuge eine Pause in der Werkstatt einlegen müssen, stehen weniger betriebsbereite Bahnen zur Verfügung.

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Um die Auswirkungen auf die Fahrgäste so gering wie möglich so halten, nutzen die WSW die verkehrsärmere Zeit bis Ende der Sommerferien für die Werkstattaufenthalte. Bis Ende Juli bedeutet dies, dass die WSW ab 12. Juni 2020 bei der Schwebebahn tagsüber von einem Dreieinhalb-Minuten- auf einen Viereinhalb-Minuten-Takt umstellen müssen. Diese Einschränkung wird voraussichtlich bis Ende der Sommerferien bestehen bleiben.