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Wuppertal-Arrenberg: Fünf Projekte für und mit einem Quartier

Arrenberg : Fünf Projekte für und mit einem Quartier

Ein Semester lang haben sich Studierende des Masterstudiengangs „Public Interest Design“ der Bergischen Universität Wuppertal mit verschiedenen Themen und Belangen im Quartier Arrenberg beschäftigt.

Unter der Leitung der Dozierenden Prof. Dr. Christoph Rodatz, Prof. Kristian Wolf und Prof. Dr. Johannes Busmann erkundeten sie das Quartier in seiner räumlichen und gesellschaftlichen Vielfalt und lernten es über den Austausch mit Akteurinnen und Akteuren sowie Bewohnerinnen kennen. Fünf Projekte behandeln gesellschaftsrelevante Themen, die durch unterschiedliche Formate in die Öffentlichkeit getragen werden.

[D]EIN BLICK – Deine Lieblings- und Hassorte im Arrenberg: Die Perspektive von Kindern und Jugendlichen kommt in der öffentlichen Wahrnehmung oft zu kurz. Dem soll das Projekt „[D]EIN BLICK“ initiiert von Kyra Beer und Justine Ohlhöft Rechnung tragen, indem es die persönliche Wahrnehmung junger Menschen auf den Wuppertaler Stadtteil Arrenberg in den Mittelpunkt stellt. In den letzten Wochen konnten Kinder und Jugendliche ihre persönliche Perspektive auf das Quartier Arrenberg über Foto, Video, Zeichnungen oder auch Audio-Dateien teilen. Die Einblicke können auf der Webseite deinblick.net sowie ab dem 22. März in einer Freiluftausstellung beim Kinder- und Jugendtreff im Viertel Arrenberg betrachtet werden. Die Ausstellung im Quartier soll den persönlichen Eindrücken eine Plattform bieten, sowie weitere Kinder und Jugendliche dazu ermutigen, ihre Perspektiven zu teilen und für Andere erfahrbar zu machen. Kontakt: Kyra Beer, Justine Ohlhöft: meinblick@deinblick.net

  • Symbolbild.
    Lehrstellen : Bergische IHK schaltet Ausbildungshotline
  • Prof. Marc Piroth, Chefarzt der Klinik
    Gesundheit : Helios-Vortrag zu Strahlentherapie bei Darmkrebs
  • Sie sind „52für42“:Sebastian Schorre, Isabel Küpper,
    Aktion : „52für42“ spendet Masken an Wuppertaler Schulen

mietehochzwei – Bezahlbarer Wohnraum ist die halbe Miete: Die Mehrzahl der privaten Haushalte in Deutschland lebt zur Miete und bezahlbaren Wohnraum zu finden wird immer schwieriger. Durch die Aufwertung von Quartieren, veränderte Eigentumsverhältnisse und stadtgestalterische Interessen steigt das Mietpreisniveau weiter an. Das Projekt „mietehochzwei“ von Anna Kindermann, Rita Mirosch und Pia Michnik erforscht diese Faktoren am Modell-Quartier Arrenberg genauer. Anhand einer Analyse der räumlichen Struktur des Quartiers und verschiedener Daten zur Entwicklung der Wohnkosten wird die Bezahlbarkeit der Mieten untersucht. Die gewonnenen Ergebnisse und ausgewerteten Informationen werden kontextualisiert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ziel ist es, unter anderem der herrschenden Intransparenz auf dem Wohnungsmarkt entgegenzuwirken und einen offenen Diskurs in der Gesellschaft anzuregen. Hierzu werden ab Ende März Installationen an verschiedenen Orten im Quartier platziert und die Visualisierung der Daten sowie weitere Informationen auf der Website miethochzwei.de sowie auf Instagram @mietehochzwei veröffentlicht. Kontakt: Anna Kindermann, Rita Mirosch und Pia Michnik, hallo@mietehochzwei.de

 EIn Projekt beschäftigt sich mit der Miete im Viertel.
EIn Projekt beschäftigt sich mit der Miete im Viertel. Foto: Public Interest Design / Bergische Uni

Küchengeflüster - Hinter den Fassaden der Arrenbergerinnen und Arrenberger: In den Küchen unserer Mitmenschen findet nicht nur das bloße Zubereiten von Gerichten statt. Als atmosphärische Orte sind sie gefüllt mit persönlichen Geschichten, Rezepten und Eigenheiten. An dieser Stelle setzt das Projekt „Küchengeflüster“ an und begegnet der Diversität an Esskulturen und den Persönlichkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner am Arrenberg. In einer Kochaktion bereiten Menschen ihr Lieblingsrezept zu und werden dabei digital von der Projektautorin Sabine Tucholke begleitet. Dabei entstehen spannende Gespräche und Einblicke in das Rezept sowie die Esskultur. In kurzen Filmen werden die unterschiedlichen Begegnungen auf der Videoplattform Vimeo unter „Küchengeflüster“ veröffentlicht. Es werden noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht. Kontakt: Sabine Tucholke, kuechengefluester-arrenberg@web.de

Wuppertal-Arrenberg: Fünf Projekte für und mit einem Quartier
Foto: Public Interest Design / Bergische Uni

in Arbeit. - situative Forschung zum Thema Arbeit: Was ist Arbeit? Wie wichtig ist Geld? Welche Bedeutung hat Arbeit im eigenen Leben? Diese Fragen stellten sich Eileen Wylicil und Rebecca Bäumer, Initiatorinnen des Projektes in Arbeit. nicht nur selbst, sondern auch ganz verschiedenen Menschen aus dem Arrenberg. In den Gesprächen entstanden spannende Einblicke in die persönlichen Ideen, Träume und Sorgen rund um das Thema Arbeit. In der Woche vom 21. bis 28. März werden die filmisch dokumentierten Interviews in drei Schaufenstern im Quartier zu hören und zu sehen sein. Die Ausstellung lädt dazu ein, den Blick auf das alltägliche Thema Arbeit zu weiten und eigene Ansichten und Erfahrungen zu teilen. Auf dem Instagramkanal @inarbeit_arrenberg gibt es ergänzende Informationen und Anregungen zum Thema.Kontakt: Eileen Wylicil, Rebecca Bäumer: inarbeit@posteo.de

Wuppertal-Arrenberg: Fünf Projekte für und mit einem Quartier
Foto: Public Interest Design / Bergische Uni

Was bewegt dich? In Zeiten von Corona, in denen es viel Unsicherheit und weniger persönliche Begegnung gibt, bietet das Projekt von Tas Peeples mit einem partizipativen Wandbild-Projekt eine Plattform für die Arrenberger Nachbarschaft. Die Wand mit der Frage „Was bewegt dich?“ bietet Platz für persönliche Gedanken, Hoffnungen und Impulse. Es entsteht Raum für kreativen und sozialen Austausch, der die Gemeinschaft in einer Phase sozialer Isolation verbindet. Die geschaffene Plattform soll positiv inspirieren und Hoffnung in Zeiten von Corona und darüber hinaus geben. Ab Ende März werden die Anwohnerinnen und Anwohner die Möglichkeit haben, auf der Simonsstraße das Projekt mitzugestalten und sich von den Antworten anderer inspirieren zu lassen. Die Dokumentation des Projekts kann ebenfalls auf dem Instagramkanal @was.bewegt.arrenberg verfolgt werden.