Dauerregen im Bergischen Wupper-Talsperre staute 1,1 Mio. Kubikmeter Wasser

Wuppertal · Nach dem Dauerregen im Bergischen Land hat der Wupperverband ein positives Fazit gezogen. Die Talsperren hätten große Mengen an Niederschlägen aufgenommen. Nur vereinzelt seien erste Meldegrenzen an Gewässern erreicht worden.

 Die Wupper-Talsperre aus der Vogelperspektive.

Die Wupper-Talsperre aus der Vogelperspektive.

Foto: Peter Sondermann

In Hückeswagen fielen demnach am Samstag (1. April 2023) 43 Liter pro Quadratmeter, in Wuppertal-Buchenhofen 34 Liter. „Somit war an einem Tag fast die Hälfte der Regenmenge zusammengekommen, die durchschnittlich im gesamten Monat März fällt“, so der Wupperverband. Man habe sich vorbereitet und ab Donnerstag zusätzlichen Stauraum in den Talsperren geschaffen. „Hierfür wurde vor dem Dauerregen vorsorglich mehr Wasser aus den Talsperren, insbesondere der Wupper-Talsperre, abgegeben.“

In der Wupper-Talsperre wurden rund 1,1 Million Kubikmeter Wasser gespeichert, in der Bever-Talsperre waren es eine Million Kubikmeter. „Dadurch wurden die Wassermengen unterhalb der Talsperren deutlich reduziert und Überschwemmungen vermieden“, heißt es. „In der Spitze waren der Wupper-Talsperre am 1. April 49 Kubikmeter pro Sekunde zugeflossen. In den Unterlauf abgegeben hat der Wupperverband in der Regenphase hingegen nur Kubikmeter pro Sekunde.“

Die Abflüsse an der Wupper und den Nebenbächen waren laut Verband erhöht, eine Hochwassergefährdung habe aber nicht bestanden: „Trotz Regen und starkem Wind sind am Wochenende keine Schadensmeldungen an Bächen oder an der Wupper beim Gewässerbetrieb des Wupperverbandes eingegangen.“ Nur vereinzelt seien erste Meldestufen erreicht worden.

Bereits in der Nacht zum Sonntag hörte der Regen auf, die Pegelstände der Gewässer gehen seitdem zurück. Die Wupper und die Nebenbäche führen aber weiterhin noch viel Wasser. Aktuell liegt der Wasserstand zum Beispiel am Meldepegel Kluserbrücke in Wuppertal bei 43 Kubikmeter pro Sekunde. Samstagnacht wurden in der Spitze 60 Kubikmeter pro Sekunde erreicht. Die erste Meldestufe an diesem Pegel liegt bei 50 Kubikmeter pro Sekunde.

Über das Wochenende hatte der Wupperverband nach eigenen Angaben die Bereitschaftsdienste des Talsperrenbetriebs, des Gewässerbetriebs und der Hydrologie/Wassermengenwirtschaft aktiviert. zur zur Absprache mit den Einsatzkräften der Kommunen wurde auch den Videokanal geöffnet und über das Hochwasserportal über die Lage informiert.

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