Neues Musical: Mit Pudelkopf und Säitenschäitel

Neues Musical : Mit Pudelkopf und Säitenschäitel

Dörte aus Heckinghausen und ihre Küchenbande starten mit einem Häiläit in die neue Saison. Rundschau-Redakteurin Nicole Bolz sprach mit dem Wuppertaler Original über das ungewöhnliche Musical-Projekt.

Übrigens: "Pepita. Das sagenhafte Musical für Wuppertal und das Bergische Land" der Küchenoper läuft am 15. und 16. September sowie am 17. und 18. November im Haus der Jugend. Karten gibt es unter www.bei wuppertal-live.de und an der Abendkasse.

Rundschau: Hömma Dörte, was seh' ich da, du und deine Küchenbande, ihr macht jetzt auch Musical?

Dörte: Ja, ganz genau. Wir starten mit einem echten Häiläit und in die neue Saison! Wir sind gerade mit großem Spaß in den Endproben. Ich bin schon sehr aufgeregt!

Rundschau: Das verstehe ich. Wer hat sich das denn ausgedacht?

Dörte: Das wollten wir schon lange mal machen, so ein Musical in der Küchenoper. Denn das Publikum war immer ganz aus dem Häuschen, wenn bei uns Studierende der Musikhochschule zu Gast waren und gesungen haben. Da haben wir diesmal gleich eine ganze Klasse eingeladen, mitzumachen. Die Musicalklasse von Heike Daum hat ein Semesterprojekt daraus gemacht. Großartig!

Rundschau: Klingt spannend. Aber sach mal so unter uns: Traut man sich neben den jungen Talenten überhaupt zu singen?

Dörte: Aber ja! Wir aus der Küchenbande singen ja auch alle sehr schön. Und wenn sich unsere Küchenkehlchen dann mit den Goldkehlchen mischen, dann entsteht der schönste Ohrenschmaus!

Rundschau: Und warum heißt euer Musical jetzt "Pepita"? Seid ihr so kleinkariert?

Dörte: Na ja, sind wir nicht alle ein bisschen bergisch-pepita? Ich bin da stolz drauf. Ist doch ein schickes Muster. Deshalb heißt eine unserer Hauptfiguren, die Tochter des Bergischen Löwen, Pepita. Und die wird bedroht von bösen Mächten.

Rundschau: Oh weia. Aber sie wird gerettet?

Dörte: Ich darf nicht zu viel verraten, aber natürlich kämpfen wir für das Gute und ...

Rundschau: Und Pepita ist die Gute?

Dörte: Ja, und ob! Sie und ihr Vater, der Bergische Löwe.

Rundschau: Klingt nach einem Märchen. Aber wieso überhaupt der Bergische Löwe?

Dörte: Es ist eben ein Märchen über das Bergische Städtedreieck geworden. Ach du Schreck ... Wir fanden es wurde Zeit, sich dieses Themas mal auf humorvolle Weise zu widmen. Und so begegnen uns im Musical Wupperta, Solinga und Remscheida als die drei bösen Hexen, die versuchen, den Bergischen Rat mit einem Zaubertrank zu vergiften.

Rundschau: Wer hat sich denn das ausgedacht?

Dörte: Ausgedacht habe ich mir das. Die Studenten haben dann die passenden Songs dazu ausgesucht wie "Somewhere" aus "West Side Story" oder was aus dem "König der Löwen" oder "Jesus Christ Superstar".

Rundschau: Dörte?

Dörte: Ja ...?

Rundschau: Da klingt ziemlich abgedreht!

Dörte: Dabei habe ich noch gar nicht erwähnt, dass ich auch einen Pudelkopf mit Säitenschäitel und Haarspange tragen werde ...

Rundschau: Ich wage gar nicht, das jetzt zu kommentieren. Dann ist die Welt in Dörtes Küche noch ganz in Ordnung?

Dörte: Ach, was soll ich sagen ... von der Stimmung her wunderbar, aber finanziell ist die aktuelle Spielzeit der Küchenoper noch nicht gesichert. Darum haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht: Mit unserer "Partner-Aktion" suchen wir Unternehmen, die Spaß an uns haben und uns unterstützen möchten. Dafür bekommen sie dann auch von uns etwas Schönes. Es soll ein Austausch sein!

Rundschau: Da muss sich doch jemand finden. Wo können die sich melden?

Dörte: Direkt bei mir. Ich freue mich über Mails an info@die-barmer-kuechenoper und Anrufe unter 0163/6950865 oder Besucher auf www.die-barmer-kuechenoper.de/partner

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