Vergleichsvorschlag: Kein Prozess für WSW-Busfahrer

Vergleichsvorschlag : Kein Prozess für WSW-Busfahrer

Im Prozess um die fristlose Kündigung eines Busfahrers, der einen jungen Azubi ohne Führerschein ans Steuer gelassen hatte, hat es jetzt einen Vergleichsvorschlag gegeben.

Ursprünglich sollte der Prozess um die fristlose Kündigung durch die Stadtwerke am vergangenen Donnerstag weiterverhandelt werden. Das teilte das Arbeitsgericht mit. Die Behörde habe den Prozessparteien aber jetzt einen Vorschlag gemacht, wie sie sich einigen können.

Der Fall hatte viele Rundschau-Leser bewegt: Monatelang lenkte ein 17-jähriger Azubi ohne Fahrberechtigung offizielle Linienbusse der Stadtwerke. Als die illegalen Touren aufflogen, nahm sich der junge Mann das Leben. Weil ihn ein Busfahrerkollege mehrmals hatte fahren lassen, wurde dem Mann fristlos gekündigt. Der Busfahrer zog vor das Arbeitsgericht.

Laut den Stadtwerken wurde dem Fahrer wegen mutmaßlichen Arbeitszeitbetrugs gekündigt. Der Fahrer gab bei Prozessbeginn im Mai zu, Linienfahrten mit Fahrgästen in Barmen einem anderen WSW-Mitarbeiter überlassen zu haben, während er Pause machte. Er habe allerdings nicht gewusst, dass es sich dabei um einen Auszubildenden handelte, der erst noch Busfahrer werden wollte und gar nicht die nötigen Erlaubnisse und einen Führerschein besaß. Das Geschehen war im Februar entdeckt worden. Laut den Stadtwerken soll es bei den Vorwürfen gegen den Kläger um Arbeitszeit im Bereich von Tagen gehen.

Zum Inhalt des Einigungsvorschlags teilte das Gericht noch nichts mit. Die Prozessparteien haben zunächst Gelegenheit, das Angebot zu prüfen.

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