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Forderung: Mindestlohn: SPD für etwa zehn Euro

Forderung : Mindestlohn: SPD für etwa zehn Euro

Die Wuppertaler SPD spricht sich dafür aus, den seit Januar 2015 geltenden gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 8,84 auf etwa 10 Euro pro Stunde zu erhöhen.

"Der Mindestlohn hat Hungerlöhne verhindert und in den letzten Jahren zu einem Anstieg der Löhne im Niedriglohnsektor geführt", so der SPD-Vorsitzende Heiner Fragemann. Negative Auswirkungen auf Wachstum und Beschäftigung habe es nicht gegeben. Die Horrorszenarien der Arbeitgeber hätten sich als interessengeleitete Panikmache entpuppt.

Derzeit sei der Mindestlohn in vielen Fällen aber nicht existenzsichernd. Daher setzt sich die Wuppertaler SPD für eine "deutliche Erhöhung" ein. Die Mindestlohnkommission müsse in der nächsten Woche einen entsprechenden Vorschlag vorlegen. "Vom Mindestlohn haben rund 15.000 Wuppertalerinnen und Wuppertaler profitiert", erklärt SPD-Vize Stefan Kühn.

Nach Auffassung der SPD ist der Mindestlohn nur eine notwendige Untergrenze. Es gehe um flächendeckende Tariflöhne. Erforderlich sei außerdem die Bekämpfung des Missbrauchs von Leiharbeit, Befristungen und Werkverträgen.