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Wuppertaler Graffiti-Krippe erneut beschädigt: Jesus-Figur zerstört

Wuppertaler Graffiti-Krippe erneut beschädigt : Jesus-Figur zerstört

Die diesjährige Graffiti-Krippe hat es schwer. Nachdem es bereits in der Entstehungsphase durch Vandalismus und Sturm mehrfach zu Beschädigungen kam, wurde am Weihnachtstag das Jesus-Kind von der Krippe entfernt.

Das konnte zwar nach kurzer Zeit wiedergefunden und erneut an der Krippe befestigt werden. Nun aber haben Unbekannte den Kopf abgerissen.

Die Katholische Citykirche Wuppertal, die für die Graffiti-Krippe verantwortlich zeichnet, zeigt sich bestürzt über die immer wiederkehrenden Zerstörungen. "Kritik ist willkommen. So aber wird den Wuppertalerinnen und Wuppertalern die Freude an der Krippe, die sich auch in diesem Jahr großer Aufmerksamkeit und Beliebtheit erfreut, genommen. Offenkundig ist die Botschaft der Krippe für manche so verstörend, dass sie nur mit Zerstörung reagieren können. Das aber zeigt eher, dass die Botschaft der liebevollen Zuwendung Gottes zu den Menschen, die an Weihnachten in der Menschwerdung Jesu zum Ausdruck kommt, wohl immer noch Kraft besitzt. Diese Liebe jedenfalls bleibt!", heißt es in einer Stellungnahme.

Der Jesus-Kopf der Graffiti-Krippe hat ein vorübergehendes Asyl an der Krippe von Familie Kleine gefunden. Foto: Werner Kleine

Und weiter: "Es ist wohl kaum ein Zufall, dass die römisch-katholische Kirche in diesen Tagen der Verfolgung des Jesus-Kindes durch König Herodes und der daraus resultierenden Flucht nach Ägypten und später den Umzug nach Nazareth gedenkt. Gott ist da - und er bleibt da! Deshalb wird die Graffiti-Krippe erneut repariert. Sie wird Wunden tragen - aber sie bleibt. So ist die Liebe und so ist das Leben. Christen und Juden glauben an einen Gott, der ,Ich bin da' heißt. Das ist die wohl ganz besondere Botschaft der diesjährigen Graffiti-Krippe mit ihrer nun ganz besonderen Geschichte: Gott bleibt da!"