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Begegnung: Engelsgleiche Städtefreundschaft

Begegnung : Engelsgleiche Städtefreundschaft

Los Angeles wird auch die "Stadt der Engel" genannt. Als "Stadt von Engels" könnte man zwei andere Städte bezeichnen — Wuppertal und die russische Stadt Engels. Denn diese beiden eint die Verbindung zu Friedrich Engels.

Der Mitbegründer des Kommunismus stammt aus Barmen und die Stadt an der Wolga ist nach ihm benannt — aus dieser Verbundenheit entstanden vor über zehn Jahren erste Kontakte zwischen den Städten, die nach der Gründung des Vereins "Kulturbrücke Wuppertal — Engels" im Jahre 2009 noch ausgebaut wurden. So war vor kurzem wieder eine Delegation aus der Stadt mit ihren 200.000 Einwohnern in Wuppertal zu Gast.

Unter anderem wurden sie von Oberbürgermeister Andreas Mucke empfangen. In freundlicher Atmosphäre wurden Höflichkeiten und Geschenke ausgetauscht und ein Brief des Bürgermeisters der Stadt Engels verlesen: Darin wurde hervorgehoben, dass die Freundschaften nicht von offizieller Seite sondern "von den Menschen selbst" initiiert wurden und die Überzeugung geäußert, dass sich die russische und deutsche Kultur "gegenseitig bereichern" können. Mucke ging zudem auf die friedensstiftende Rolle der Völkerverständigung ein: "Wenn man einander kennt, dann schießt man nicht aufeinander."

Im Anschluss äußerten sich einige Beteiligte der Rundschau gegenüber sehr zufrieden: Zinaida aus Engels, die schon zum vierten Mal in Wuppertal ist, sieht viele Gemeinsamkeiten zwischen beiden Städten und würde gerne bald wieder kommen. Harald Nowoczin, Vorsitzender und Mitbegründer der Kulturbrücke, erklärte, sein Verein fokussiere sich rein auf den kulturellen Austausch zwischen den Städten und klammere heikle Themengebiete aus: "Wir machen nichts Politisches", stellte er klar.

Auch Mucke kommentierte, dass besonders in Zeiten, in denen das Klima "zwischen Politikern ein Bisschen kälter geworden ist" man "zwischenmenschlich viel tun" müsse. Solche Freundschaften seien wichtig, "damit dauerhaft Frieden bleibt".