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Hochdotierte Preise für Wuppertaler Sportwissenschaftler

Bergische Uni Wuppertal : Zwei hochdotierte Preise für Sportwissenschaftler

Für seine Forschungsarbeiten am Lehrstuhl für Sportmedizin der Bergischen Universität Wuppertal sowie in Kooperation mit der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Bonn ist Jamil Hmida mit zwei hochdotierten Preisen ausgezeichnet worden.

Mit einem der Preisgelder streben die beteiligten Forschungsgruppen unter anderem ein neues Kooperationsprojekt zur weiteren Erforschung einer seltenen Krankheit an. Hämophilie, auch „Bluterkrankheit“ genannt, ist eine Erbkrankheit und führt dazu, dass Blutungen bei Betroffenen deutlich länger andauern und es schnell zu sogenannten blauen Flecken kommt, die noch dazu unverhältnismäßig groß werden. Auch Einblutungen in Gelenken, der Muskulatur oder im Fettgewebe gehören zu typischen Problemen.

Im Rahmen seiner Doktorarbeit unter dem Titel „Die Gelenksituation und der Einfluss auf das Gangmuster sowie die Körperhaltung in Statik und Dynamik bei Patienten mit Hämophilie“ forschte Jamil Hmida zum Thema und konnte mit der Arbeit neue Erkenntnisse liefern.

Einsatz von 3D-Bewegungsanalyse

Im Rahmen des Hamburger Hämophilie-Symposiums, das im November 2022 stattfand, erhielt er dafür den mit 25.000 Euro dotierten „Günter Landbeck Excellence Award“ (GLEA). „Mit dem Preisgeld wollen wir nun ein neues Forschungsprojekt gemeinsam mit der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Bonn starten.

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In seinem Fokus steht eine Haltungsanalyse von Patientinnen und Patienten mit Hämophilie bei unterschiedlichen Ganggeschwindigkeiten. Zum Einsatz kommt eine 3D-Bewegungsanalyse mit integrierter Wirbelsäulen- und Beinachsenvermessung“, erklärt Prof. Dr. Dr. Thomas Hilberg, Leiter des Wuppertaler Lehrstuhls für Sportmedizin und Betreuer der Doktorarbeit.

Nur kurze Zeit zuvor war Jamil Hmida auch von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie mit dem Preis für evidenzbasierte Medizin ausgezeichnet worden. Die berücksichtigte Forschungsarbeit überzeugte vor allem durch ein qualitativ hochwertiges Design und die daraus resultierenden praxisrelevanten Ergebnisse.

In der Arbeit beschäftigte sich Hmida mit dem Einsatz von Orthesen – also medizinischen Hilfsmitteln, mit denen Körperteile umschlossen werden, um diese zu entlasten und ruhigzustellen – zur Nachversorgung von operativen Eingriffen bei Wirbelbrüchen. Belohnt wurde die Wuppertaler/Bonner Forschungsgruppe dafür mit 5.000 Euro Preisgeld.