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Geld vom LVR: 10.000 Euro für das Bandwebermuseum

Geld vom LVR : 10.000 Euro für das Bandwebermuseum

Das Bandwebermuseum Wuppertal erhält 10.000 Euro vom Landschaftsverband Rheinland (LVR). Der Kommunalverband unterstützt mit diesem Geld die Entwicklung zielgruppenspezifischer Maßnahmen. Das hat der Kulturausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland unter Vorsitz von Prof. Dr. Jürgen Rolle am Donnerstag (17. September 2020) entschieden.

„Der Kulturbereich ist von der anhaltenden Corona-Pandemie besonders hart betroffen. Wir erleben, dass derzeit viele Kulturbetriebe um ihr Überleben kämpfen und existenziellen Sorgen haben. Mit unserer Förderung leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der kulturellen rheinischen Vielfalt. Auf diesem Wege zeigen wir uns als LVR solidarisch mit unseren Kommunen in der rheinischen Familie“, so Rolle.

Im Wuppertaler Bandwebermuseum, das 1989 gegründet wurde, wird die Handwerks- und Industriegeschichte der Bandweberei von Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute gezeigt und vorgeführt. Die Ausstellung dokumentiert die Bedeutung der Bandweberei und Flechterei für die Entwicklung der Stadt Wuppertal. Zu sehen sind unter anderem verschiedene Webmaschinen sowie Produkte aus der Textilindustrie. Die Sammlung ist seit Bestehen des Museums ständig gewachsen. 30 Jahre lang war das Museum in der Friedrich-Bayer-Realschule untergebracht. Schließlich bot die Stadt Wuppertal dem Förderverein Bandwebermuseum eine alternative Unterbringung in einem denkmalgeschützten, ehemaligen Fabrikgebäude (Gold-Zack) in Wuppertal Elberfeld an. Die Eröffnung am neuen Standort erfolgte im Januar 2020.

Die Wiedereröffnung des Bandwebermuseums am neuen Ort und mit veränderter Präsentation macht es jedoch erforderlich, die Vermittlungsangebote der neuen Situation entsprechend anzupassen, respektive auszuarbeiten, diese mithin zielgruppenspezifisch zu professionalisieren. Mit der Maßnahme beabsichtigt das ehrenamtliche Museumsteam, sich in Bezug auf die Angebote im Bereich Bildung und Vermittlung neu aufzustellen. Hierzu sollen externe Dienstleister mit museumspädagogischer Kompetenz zur Unterstützung hinzugezogen werden. Die Neukonzeption der Dauerausstellung bietet zudem Anlass, neue Netzwerke zu Schulen und anderen Bildungsträgern (z.B. VHS, Junior-Uni, Bergische Universität) in der Region zu knüpfen.