Wuppertaler Schwimmer: Für "WiN" 21 Kilometer durch die Ostsee

Wuppertaler Schwimmer : Für "WiN" 21 Kilometer durch die Ostsee

Jürgen Zilian liebt die Herausforderung: Um Spenden für den Verein "Wuppertaler in Not" zu sammeln, schwimmt der 62-Jährige von Dänemark nach Fehmarn.

21 Kilometer liegen auf gerader Strecke zwischen Dänemark und Fehmarn. Im Wasser dazwischen gibt es drei Strömungen, die Wolfgang Scheel genau einkalkuliert hat. Schließlich ist er als Trainer und Berater für Jürgen Zilians Sicherheit verantwortlich. Sein Schützling ist Langstreckenschwimmer. In der kommenden Woche reist er nach Dänemark, taucht ins 18 Grad kalte Meerwasser und schwimmt über 20 Kilometer bis zur deutschen Insel Fehmarn. Das macht Zilian nicht nur für sich, sondern für "Wuppertaler in Not".

"Ich habe schon drei Mal das Nordseeschwimmen mitgemacht, von Norddeich bis Norderney. In diesem Jahr klappt das leider nicht, da kam mir die Belt-Querung in den Sinn", erzählt der 62-jährige Wuppertaler beim Treffen mit der Rundschau. Jürgen Zilian sucht die Herausforderung, das Extreme. "Einen Marathon läuft ja mittlerweile jeder. Ich will mehr. " An fünf Tagen in der Woche hat er im letzten Jahr trainiert. Geschwommen ist er in der Bevertalsperre, im Fühlingersee oder im Schwimmsportleistungszentrum.

Acht Stunden am Stück muss Zilian zur Überquerung der Meerenge zwischen Dänemark und Fehmarn schwimmen. Ein Boot wird ihn die ganze Strecke über begleiten. Mit dabei sind Trainer und Freund Wolfgang Scheel, die beiden Söhne Daniel und Tobias Zilian, Gerta Siller, die alles dokumentiert, und Mathias Tartzsch, der Ruhe und Überblick bewahrt. Jürgen Zilians Frau wartet auf Fehmarn auf die Ankunft ihres Mannes.

"Was ist dein Antrieb, dein positiver Gedanke, wenn du auf dem Wasser bist?", fragt Wolfgang Scheel seinen Freund. Zilian überlegt kurz und sagt: "Ich denke nur ans Schwimmen. Und dass du mir Wasser gibst." Angst hat der Wuppertaler nicht. "Warum sollte ich mir Sorgen machen? Ich sehe das positiv."

Um gesund auf der anderen Seite anzukommen, geht er mit Neoprenanzug, Badekappe und Schwimmbrille ins Wasser. Flossen an seinen Füßen geben ihm Geschwindigkeit. "Vor 30 Jahren wäre ich da nur in Badehose durchgeschwommen", sagt er. Mit 62 Jahren greift er dann doch lieber zu Anzug und Kappe.

Am Sonntag reisen Zilian und sein Team nach Dänemark. Am Montag oder Dienstag geht es dann los. Den genauen Tag bestimmt der Bootsführer je nach Wetter, Strömung und Wellengang.

Viele seiner Freunde haben sich bereits angeboten, anlässlich Zilians Schwimm-Abenteuer etwas für "Wuppertaler in Not" zu spenden. Zilian freut sich über jede weitere Spende. "Schon mit kleinen Beträgen kann geholfen werde."

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