Wohnstandort Wuppertal: Fehlende Häuser und Sanierungsstau

Wohnstandort Wuppertal : Fehlende Häuser und Sanierungsstau

Wuppertal als Wohnstandort noch attraktiver machen — das hat sich die Stadtverwaltung zum Ziel gemacht. Oberbürgermeister Andreas Mucke und das Ressort "Stadtentwicklung und Städtebau" haben das Gespräch mit den Akteuren des Wuppertaler Wohnungsmarktes gesucht.

Mehr als 30 Vertreter von Wohnungsunternehmen, Bauträgern, Projektentwicklern, Mieter- und Eigentümervereinen sowie Architekten und Makler folgten der Einladung der Stadt zum siebten "Forum Wohnstandort Wuppertal".

"Am Veranstaltungsabend war die geballte Kompetenz rund um das Thema Wohnen und Bauen anzutreffen. Und genau darum ging es mir: Mir war es ein Anliegen, die in unserer Stadt in den vergangenen Jahren parallel entstandenen Gesprächskreise und Runden zu diesem Themengebiet zu bündeln. Beim diesjährigen Forum saßen nun wirklich alle Akteure aus Verwaltung und Wirtschaft zusammen und konnten gemeinsam Ideen und Strategien entwickeln", so Mucke.

Langfristig profitiere die ganze Stadtgesellschaft von dieser Netzwerk-Bündelung: Mit vereinten Kräften könne man den Herausforderungen einer wachsenden Stadt wie Wuppertal deutlich effektiver begegnen, so das Stadtoberhaupt. Das gelte beispielsweise für das sich abzeichnende Defizit bei Ein- und Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen, aber auch für den Sanierungsstau in einigen leer stehenden Immobilien.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Forums, das im Concordia-Haus in Barmen stattfand, stand das Thema Wohnbauflächen. Die Stadt stellte die aktuelle Wohnbauflächen-Situation sowie die Vorgehensweise zu der vom Rat beschlossenen Ausweitung der Wohnbauflächen vor und nutzte dabei die Gelegenheit, sich gleich ein Meinungsbild der fachkundigen Besucher einzuholen.

Die Teilnehmer waren außerdem eingeladen, selbst Vorschläge zu machen: Auf großformatigen Stadtplänen konnten sie Flächen eintragen, die aus ihrer Sicht für eine Wohnbebauung geeignet wären. Auch das Stadtentwicklungskonzept, an dem Verwaltung, Politik und Bürger derzeit arbeiten, wurde am Veranstaltungsabend vorgestellt.

"Das Forum stellt einen elementaren Baustein für die Umsetzung des städtischen Handlungsprogramms Wohnen dar. Denn das Programm enthält neben strategischen Zielvorgaben für das Handeln der Verwaltung auch viele Maßnahmen und Projektideen, die nur durch enge Kooperation und gemeinsames Handeln von Stadt und Wohnungsmarktakteuren realisiert werden können", erklärt Frank Meyer, Bau- und Stadtentwicklungsdezernent.

Auf seine Initiative hin hatte die Stadt erstmals 2009 zu einem Forum Wohnstandort Wuppertal eingeladen. Seitdem ist das Format weiterentwickelt worden.

Mehr von Wuppertaler Rundschau