Wuppertaler Tafel Das bisherige Medimobil hilft nun in der Ukraine

Wuppertal · Das bisherige Medimobil der Tafel Wuppertal erhält eine neue und wichtige Aufgabe: Das Fahrzeug wird in die ukrainische Stadt Kamjanske in der Oblast Dnipro überführt und steht künftig dem Städtischen Krankenhaus für Notfallmedizin zur Verfügung.

Linda Mai (Honorarkonsulin der Ukraine) und Torsten Gröll (Vorsitzender der Tafel Wuppertal) bei der Übergabe.

Foto: Urs Diederichs

Möglich wird das durch die Zusammenarbeit der Tafel Wuppertal und des Blau-Gelben Kreuzes. Kamjanske ist seit 2025 Projektpartnerstadt von Wuppertal. Die Stadt mit rund 230.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt nahe der Großstadt Dnipro und damit in einer Region, die regelmäßig von russischen Angriffen betroffen ist.

„Die medizinische Infrastruktur steht dort seit Jahren unter enormem Druck. Gleichzeitig hat Kamjanske zahlreiche Binnenvertriebene aus besonders umkämpften Gebieten aufgenommen. Die Unterstützung des Krankenhauses für Notfallmedizin leistet daher einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung“, so die Tafel.

Die Übergabe des Fahrzeugs ist zugleich ein Zeichen der wachsenden Beziehungen zwischen Wuppertal und Kamjanske. Die Projektpartnerschaft zwischen beiden Städten soll den Austausch fördern und praktische Unterstützung ermöglichen. Bereits in den vergangenen Monaten wurden Hilfstransporte mit medizinischem Material und weiteren dringend benötigten Gütern in die ukrainische Stadt organisiert.

Das Blau-Gelbe Kreuz koordiniert die Überführung des Fahrzeugs und begleitet den Kontakt zu den Verantwortlichen des Krankenhauses in Kamjanske. Vor Ort soll das Fahrzeug künftig für medizinische Transporte und die Unterstützung der Notfallversorgung eingesetzt werden.