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Wuppertaler Junior Uni: „Als Job wie ein Sechser im Lotto“

Wuppertaler Junior Uni : „Als Job wie ein Sechser im Lotto“

Die Wuppertaler Junior Uni ist einmalig. Und auch viele ihrer Dozenten haben eine ganz besondere Geschichte. Die Rundschau stellt sie vor. Heute: Dr. Ariane Staab, Annika Schächt und Dr. Thorsten Balgar.



Ariane Staab (38) ist Junior-Uni-Prokuristin und Biologin, Annika Schächt (26) Physikerin, Thorsten Balgar (41) Chemiker: Das Trio, das sich bestens (und fast blind) versteht, unterrichtet immer noch selbst — ist aber im Gegensatz zu den anderen über 150 Junior-Uni-Dozenten hauptamtlich, sprich: fest angestellt. Kümmert sich um die wissenschaftliche Fachkoordination der vielfältigen Kurswelt im bunten Bau am Brögel. Kein Sammelsurium soll dabei entstehen, sondern ein Lehrplan, der passt: Zum weiten Bogen, den die Junior Uni spannt von der Kunst über die Ingenieur- und Naturwissenschaften bis hin zu Live-Technik.

Was alle drei Hauptamtlichen verbindet, ist nicht nur der Spaß am Sport, sondern vor allem das: "Als Lehrkräfte und Koordinatoren sind wir hier frei wie sonst nirgendwo." Tolle junge Leute zu treffen, Dozenten aus allen denkbaren Bereichen und Altersgruppen zu begegnen, großartige (Arbeits-)Atmosphäre zu spüren — Annika Schächt sagt: "Als Job ist das schon ein Sechser im Lotto." Sie hat die Junior Uni schon als junges Mädchen erlebt — ist heute zusammen mit Ariane Staab und Thorsten Balgar die Schnittstelle fürs "Funktionieren" des Unterrichtsbetriebes.

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Dazu gehört auch, dass alle drei Hauptamtlichen immer wieder selbst Kurse geben: "Dabei erfährt man am besten, was bei den Kids läuft, was ankommt, was sie wirklich interessiert", sagt Thorsten Balgar, der zu Hause neue Lehrstoff-Ideen auch schon mal an seinen beiden Töchtern "testet". Die sind 10 und 13 Jahre — sozusagen genau die Mitte des Junior-Uni-Altersspektrums von 4 bis 20 Jahren.
Ariane Staab findet es faszinierend, wie das Programm der Junior Uni während des Semesters "fast organisch wächst": "Wer eine gute Idee hat, spricht sie offen an und dann wird diskutiert, ob das etwas für uns sein könnte. Das heißt, dass wir eigentlich den ganzen Tag dazulernen. Eine tolle Erfahrung. Wo gibt es so etwas schon?"

Apropos tolle Erfahrung: Annika Schächt erzählt vom idealen Alltagstest. "Wenn das Thema gut ist und wir es gut vermitteln, gibt es bei den Kindern sofort leuchtende Augen. Wenn nicht, spürt man sofort die Langeweile. Ein besseres und ehrlicheres Feedback-System kann man sich kaum vorstellen."
Eines gilt für alle drei Fachkoordinatoren: "Wir haben hohe Qualitätsansprüche, die wir in einem unkonventionellen Umfeld realisieren. Das hier ist ein wunderbarer Ort, um Wissenschaft auf fundierter Basis anfassbar und erlebbar zu machen." Wie gesagt: Ein Sechser im Job-Lotto...