Und deswegen spiele er im Rahmen des Klavierfestivals Ruhr am liebsten in Wuppertal. Die Intendantin des weltweiten größten Klavierfestivals freut sich, Lang Lang am 20. November erneut präsentieren zu können. Interessenten müssen sich freilich noch bis zum 17. Juli gedulden, denn dann erst startet der Vorverkauf.
Doch bis dahin wartet das Klavierfestival mit einigen Highlights der diesjährigen Saison in Wuppertal auf. So gibt sich der österreichische Altmeister Rudolf Buchbinder (80) am 3. Juni mit einem Programm der Wiener Klassik die Ehre – von Mozarts witzigen Variationen über das Kinderlied „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ über Beethovens „Appassionata“ bis hin zu Schuberts tiefgründiger letzter Klaviersonate.
Zuvor kommt es am 14. Mai um 15 Uhr zur ersten Zusammenarbeit mit dem Von der Heydt-Museum: Im dortigen Foyer widmet sich der finnische Pianist Olli Mustonen zusammen mit der stellvertretenden Museumsdirektorin Anna Storm und dem Musikwissenschaftler Tobias Bleek einem der bekanntesten Bilder der Sammlung. Otto Dix’ „An die Schönheit“ zeigt den Maler im Zentrum einer abendlichen Tanzszene in den 20er Jahren. Zu den Erklärungen der beiden Experten wird Mustonen am Himmelfahrts-Nachmittag vom Jazz beeinflusste Kompositionen des Dix-Freundes Erwin Schulhoff spielen.
Am Abend desselben Tages, um 19 Uhr, tritt er mit dem finnischen Streichquartett „Meta4“ im Mendelssohn-Saal der Stadthalle auf, wo er ein selbst komponiertes Stück mit Dvoráks berühmtem Klavierquintett kombiniert.
Ein weiterer Höhepunkt ist das Gastspiel von Mao Fujitsa am 8. Juli – mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Kent Nagano. „Wir freuen uns“, bekennt Stadthallen-Chefin Silke Asbeck, „dass wir dank des Klavierfestivals immer wieder Künstler und Orchester vorstellen können, die eigens für diesen Auftritt zu uns reisen“.
Zumal mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 und Dvoráks Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ überaus populäre Werke auf dem Programm stehen.