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Wuppertaler Krisenstab: Zunächst keine weiteren Einschränkungen

Corona-Pandemie : Krisenstab: Zunächst keine weiteren Einschränkungen

Der Krisenstab der Stadt Wuppertal hat in seiner Sitzung am Freitag (19. März 2021) noch keine Entscheidung über mögliche weitere Einschränkungen getroffen. Im Impfzentrum gibt es unterdessen relativ wenige Terminabsagen.

„Eigentlich sprechen die weiterhin eklatant steigenden Fallzahlen für ein schnelles und konsequentes Handeln“, erklären Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und Krisenstabsleiter Johannes Slawig. Allerdings müsse man die Bürgerinnen und Bürger auch mitnehmen und die kommunalen Entscheidungen in eine sinnvolle Schrittfolge mit absehbaren Entwicklungen auf der Landes- und der Bundesebene „eintakten“.

„Das Land hat angekündigt, bei einem Inzidenzwert ab 100 NRW-weite Maßnahmen zu ergreifen. Die Grenze dürfte bald überschritten sein“, sind Schneidewind und Slawig überzeugt. „Zudem tagt am kommenden Dienstag (22. März) die nächste Bund-Länder-Konferenz, von der weitere Entscheidungen zu erwarten sind. Unser eigenes Maßnahmenkonzept ist vom Land aktuell (Freitag, 19. März, 12 Uhr) noch nicht beschieden. In dieser Gemengelage wollen wir nicht durch weitere Vorschläge für unnötige Unruhe sorgen, obwohl das Infektionsgeschehen sehr deutlich dafür spräche.“ Ein weiteres Argument in der Diskussion des Krisenstabes sei gewesen, dass Beschränkungen für Wirtschaft, Kultur oder Sport auf kommunaler Ebene zu Ausweichreaktionen der Bürgerinnen und Bürger führen würden, wenn etwa in den Nachbarstädten Geschäfte, Museen und Sportplätze geöffnet seien.

  • Krisenstabsleiter Johannes Slawig.
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  • Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind.
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  • Krisenstabsleiter Dr. Johannes Slawig.
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„Es gilt der eindringliche Aufruf an die Wuppertalerinnen und Wuppertaler sich umsichtig, verantwortlich und solidarisch zu verhalten“, appelliert Uwe Schneidewind. Alleine seit der Krisenstabssitzung am Mittwoch (17. März) sind die Infektionszahlen in Wuppertal demnach von 771 auf 864 Fälle um weitere 13 Prozent und die Quarantänezahlen bedingt durch viele betroffene Schulen und Kitas um 20 Prozent angestiegen. Gesundheitsdezernent Stefan Kühn macht darauf aufmerksam, dass die heute festgestellten Infektionen rund zehn Tage zurückliegen. „Damit wirkt auch jede Maßnahme, die wir heute ergreifen, erst in rund zwei Wochen.“ Für Montag hat der Krisenstab eine weitere Sitzung anberaumt.

„Hocherfreulich“ dagegen sei der Betrieb im Impfzentrum am Freudenberg: Trotz der kurzfristigen Wiederfreigabe des AstraZeneca-Impfstoffs am Donnerstagabend sind nach Angaben der Verwaltung bis zum Mittag 90 Prozent der impfberechtigten Wuppertalerinnen und Wuppertaler pünktlich zu ihrem Termin erschienen. „Angesichts des kurzen Vorlaufs und der Tatsache, dass viele impfberechtigte Berufsgruppen sicher noch später am Tag kommen werden, eine außerordentlich positive Entwicklung“, berichtet der Koordinator des Impfzentrums, Tobias Krebber.

Das Koordinierungsteam hofft nun auf kurzfristige Freigaben für weitere Berufsgruppen und baldige Informationen für die Altersgruppe über 70 Jahren. Sie sollen voraussichtlich gegen Ende März ihre Einladung zur Impfung erhalten, beginnend mit den 79-jährigen. Nach den Schwierigkeiten bei den Anmeldungen für die Impfung will das Land die Impfeinladungen nun jahrgangsweise verschicken, damit die Nachfrage nach den Impf-Terminen diesmal gut organisiert werden kann. Die Impf-Berechtigten können nun auch ihre Partnerinnen und Partner für eine Impfung mit anmelden. Außerdem sollen ab 29. März die ersten Arztpraxen Impfdosen erhalten.