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Nachbarschaftshilfe in Wuppertal: Ausweis für ehrenamtliche Helfer

Corona-Pandemie : Nachbarschaftshilfe: Ausweis für ehrenamtliche Helfer

Die Stadt Wuppertal stellt ab sofort so genannte Ausweise für ehrenamtliche Helferinnen aus. Dadurch sollen unter anderem Konflikte in Supermärkten vermieden werden. In den vergangenen Tagen seien Ehrenamtliche oft auf Unverständnis gestoßen, wenn sie Besorgungen für mehrere Menschen gemacht hätten, so die Verwaltung.

Der Ausweis bestätigt, dass hier ein Helfer unterwegs ist und möglicherweise für mehr als einen Haushalt einkauft. Wer eine solche Bescheinigung für seine ehrenamtlichen Dienste haben möchte, kann eine E-Mail an die Stabsstelle Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement schicken. Sie ist unter buergerbeteiligung@stadt.wuppertal.de zu erreichen. Die Mitarbeiterinnen der Stabsstelle haben die Wuppertaler Supermärkte informiert und sind laut Verwaltung auf viel Unterstützung getroffen. „Natürlich ist der Ausweis keine Garantie, unbegrenzte Mengen zu kaufen“, erläutert Nina Kotissek. „Er soll einfach den engagierten Helfern ein bisschen das Leben erleichtern.“

Oberbürgermeister Andreas Mucke: „Es ist großartig, wie hilfsbereit die Wuppertalerinnen und Wuppertaler sind. Das macht Mut, dass wir diese schwierige Zeit gemeinsam meistern werden. Ich freue mich sehr, dass die Angebote zur Nachbarschaftshilfe auf eine so gute Resonanz stoßen. Deshalb wollen wir allen ihr ehrenamtliches Engagement einfacher machen, die sich jetzt für ihre Nachbarn, für alte und kranke Menschen einsetzen – ohne unnötige Diskussion in den Supermärkten oder mit anderen Kunden. Dabei kann die neue Bescheinigung helfen.“

Die Nachbarschaftshilfe-Plattform, die die Stadt unter www.wuppertal.de online gestellt hat, ist unterdessen inzwischen rund 8.000 Mal aufgerufen worden. Mehr aös 50 Initiativen bieten dort an, Menschen in der Corona-Krise zu unterstützen – zum Beispiel beim Einkaufen.

 Das Dokument, das Helferinnen und Helfern helfen soll.
Das Dokument, das Helferinnen und Helfern helfen soll. Foto: Stadt Wuppertal