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Drogenberatung Wuppertal gibt Tipps für Süchtige in der Corona-Krise

Drogenberatung gibt Tipps für Süchtige : Drogenkonsum in Zeiten der Corona-Krise

Das Team der Beratungsstelle für Drogenprobleme in Wuppertal hat bis zum 19. April den Betrieb reduziert. Telefonische Beratungen finden nach wie vor statt. Drogensucht geht oft mit einer geschwächten, körperlichen Verfassung einher. Süchtige gehören somit zur Corona-Risikogruppe. Ina Rath von der Drogenberatungsstelle gibt dazu ein paar Tipps.

Generell gelten für Drogengebrauchende und Substituierte (Drogenersatztherapie) die gleichen Verhaltensregeln, wie sie auch für alle anderen empfohlen werden: Möglichst Menschenansammlungen meiden, Abstand von 1,5m einhalten. Häufig und gründlich die Hände waschen! Hände desinfizieren, wenn keine GelegenheitHände desinfizieren, wenn keine Gelegenheit zum Hände waschen besteht. In die Armbeuge niesen.

Das Coronavirus ist im Gegensatz zu HIV und Hepatitis sehr einfach über Speichel übertragbar. Diese Übertragung kann erfolgen, wenn Virus-haltigeTröpfchen oder Speichel an die Schleimhäute der Atemwege gelangen. Daher sollten Süchtige beim Konsum die Safer Use Regeln beachten. Dies bedeutet, nur die eigenen Konsumutensilien zu nutzen und nicht an andere weiter zu geben.

Sollten Substanzen geauft werden, die vorher im Mund transportiert wurden, sollten danach gründlich die Hände gewaschen werden. Das Teilen und die Weitergabe von Crackpfeifen sollte vermieden werden, auch die Weitergabe von Bongs, Joints und Sniefröhrchen.

Viele Einrichtungen der Drogenhilfe haben Mengenbegrenzungen bei Konsumutensilien aufgehoben, so dass Süchtige sich kleine Vorräte anlegen können, damit sie nicht täglich vor die Tür müssen und die Drogenhilfe aufsuchen. Aktuell laufen viele Einrichtungen im Notbetrieb. Dies bedeutet in Konsumräumen geringere Platzkapazitäten. Wenn Probleme aufkommen, Geld für den Drogenkonsum zusammen zu bringen, bieten die Drogenhilfe-Stellen in Einzelfällen eine Notsubstitutionsbehandlung an.

Das Team der Beratungsstelle für Drogenprobleme ist nach wie vor unter 0202/ 6975810 zu erreichen.