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Corona-Pandemie: Wuppertaler Kids im Einsatz für die Umwelt

Corona-Pandemie : Wuppertaler Kids im Einsatz für die Umwelt

Die Wuppertaler Tino (10), Finn (9) und Finn (7) haben die Corona-bedingte „Zwangspause“ genutzt, um in der Nachbarschaft mächtig aufzuräumen – natürlich mit dem notwendigen Sicherheitsabstand.

Während Tinos Mutter penibel darauf achtete, dass sich die mit Handschuhen ausgestatteten Kinder nicht zu nahekamen, sammelten sie jede Menge Müll ein: Flaschen, Dosen, einen Behälter mit Restöl, Plastik, Computerteile, Gummiprofile, eine vermooste Sporttasche, eine alte Kaffeekannekanne sowie haufenweise Zigarettenstummeln und -schachteln.

Stundenlang zogen die Kids durch das Gelände und suchten in Gräben, Büschen und auf Wiesen nach Abfällen. Und das nicht nur an einem Tag, sie opferten noch einen zweiten. Eine entsorgte Badewannne mussten sie leider stehen lassen, die war denn doch zu schwer. Ihre „Beute“ präsentierten die drei am Ende in Tüten und als Einzelteile vor dem Haus.

„Unglaublich, was alles so gleichgültig oder gedankenlos weggeworfen wird“, so ein Nachbarin. „Die Nachbarn und auch ich hatten schon immer mal vorgehabt, uns dieses Problem vorzunehmen und den Müll einzusammeln. Beim Vorsatz ist es geblieben.“ Nicht so bei Tino und seinen beidn Mitstreitern, die voller Tatendrang und mit Spaß dieses Projekt in Angriff genommen haben – und zeigten, wie mit einer kreativen, nützlichen, erfüllenden Idee, jeder Menge Tat sowie Eigeninitiative dem Alltag Struktur und Sinn verliehen werden kann.

Die Ausbeute von zwei Tagen. Foto: Fohlmeister