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SEK holt mutmaßlichen "Reichsbürger" in Wuppertal aus Wohnung

Mutmaßlicher „Reichsbürger“ : Sondereinsatzkommando holt 40-Jährigen aus Wohnung

Ein Sondereinsatzkommando der Wuppertaler Polizei hat am Dienstagmittag (18. Juli 2023) einen Mann (40) in einem Mehrfamilienhaus in der Ronsdorfer Talsperrenstraße in Obhut genommen, der mutmaßlich zur selbsternannten „Reichsbürger“-Szene gehört. Dabei wurden auch waffenähnliche Gegenstände sichergestellt.

Ausgangspunkt des Einsatzes war, das eine Hinweisgeberin gegen 12:30 Uhr bei der Polizei angerufen und mitgeteilt hatte, dass ein Angehöriger sich in einem psychischen Ausnahmezustand befinde. Der 40-Jährige hielt sich zu diesem Zeitpunkt in der betreffenden Wohnung auf.

Da der genaue geistige und Gesundheitszustand des Mannes den Beamtinnen undBeamten da nicht bekannt war und zudem eine Eigengefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte, rückten für diesen Zweck ausgebildete Spezialkräfte zu dem Wohnhaus aus, das sich in unmittelbarerer Nähe des Standortes der Freiwilligen Feuerwehr befindet. (Bilder)

Die Polizei sperrte zunächst den Bereich entsprechend ab und begann umgehend, die Lage zu sondieren. Später startete dann die Kontaktaufnahme mit dem 40-Jährigen mit dem Ziel, ihn zu überreden, die Räume freiwillig zu verlassen. Wie oft in solchen Fällen dauerte das einige Zeit. Gegen 15:20 Uhr gelang es aber schließlich, ihn in der Wohnung zu sichern. Der Mann wurde zunächst vor Ort untersucht und anschließend vom Rettungsdienst in eine Fachklinik für psychische Erkrankungen gebracht.

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Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Einsatzkräfte nach Rundschau-Informationen mehrere waffenähnliche Gegenstände. Um welche genau es sich dabei handelt, ist noch nicht bekannt. Die Polizei stellte sie und weiteres Beweismaterial sicher und nahm alles in Verwahrung. In der zu der Wohnung gehörenden Garage entdeckten die Beamtinnen und Beamten außerdem einige Kanister mit noch unbekanntem Inhalt. Auch der Wagen des Mannes wurde inspiziert.

Die Wohnung und die Garage wurden daraufhin versiegelt. Der Inhalt der Kanister wird in Kürze untersucht, ob es sich um gefährliche Substanzen handelt. Die Ronsdorfer Talsperrenstraße war während des Polizeieinsatzes komplett gesperrt. Der Verkehr inklusive der Buslinie wurde umgeleitet, es kam aber nur zu leichten Verkehrsbehinderungen.

(jak)