1. Stadtteile
  2. Ronsdorf

Ein echter Völkerverständiger

Ein echter Völkerverständiger

Alfred Howad ist am 18. Januar im Alter von 88 Jahren gestorben. Sein Engagement gehörte dem Kanusport, dem Chorgesang — und der Völkerverständigung.

Der frühere Postbeamte war stellvertretender Vorsitzender der Kanusportgemeinschaft Wuppertal, Vorstand in der Wuppertaler Paddler-Gilde, Geschäftsführer des Ronsdorfer Männerchor-Vorläufers "Eintracht" und Gründungsmitglied des Freundeskreises Košice, Wuppertals slowakischer Partnerstadt.

Alfred Howad hat 1988, 1990 und 1998 die unvergessenen Freundschaftsläufe zwischen Wuppertal und Košice organisiert. Möglich gemacht hat das die 1980 besiegelte Städtepartnerschaft. Damals waren Tschechoslowakei und Deutschland noch durch den "Eisernen Vorhang" getrennt. Die Außenminister Genscher und Chnoupek betraten mit ihrer Partnerschaftsinitiative Neuland. Hans-Dietrich Genscher hatte seinen Wahlkreis in Wuppertal. Den Handlungsrahmen füllten auf Wuppertaler Seite der am 28. Juni 1980 gegründeten "Freundeskreis Košice", Ernst-Andreas Ziegler, damals Leiter des städtischen Presse- und Informationsamtes, Bernd Biervert und eben Alfred Howad ganz maßgeblich aus.

Vorstandsarbeit in der Deutsch-Tschechischen und Slowakischen Gesellschaft war eine logische Ergänzung. Reisen hat Howad auch für den Ronsdorfer Postkegelclub, die Kanusportler und Freundeskreis-Mitglieder ausgerichtet — sowie dabei, so erinnert sich Klaus Brausch, "unvergessliche Leistungen vollbracht".

  • Symbolbild.
    Pilotprojekt in Ronsdorf : Freie Baugrundstücke gesucht
  • Symbolfoto.
    Nachtwanderung in Ronsdorf : Fledermäuse am Rande der Stadt
  • Die Komposition am Gebäude des ehemaligen
    75 Jahre Nordrhein-Westfalen : Das ehemalige Wuppertaler Schauspielhaus leuchtet

Alfred Howad und Klaus Brausch haben die vor der Umgestaltung des Bandwirkerplatzes an der Marktstraße aufgestellte englische Telefonzelle aus der englischen Partnerstadt South Tyneside geholt und Oberbürgermeister Gottfried Gurland geschenkt. Als städtische Zelle hat die Telekom das Häuschen in Ronsdorf installiert. Nach längerer Odyssee erhielt der rote Blickfang eine neue Funktion als Bücherschrank im Ronsdorf-Carrée. Bei der Einweihung war Alfred Howad dabei.