Wuppertaler Haus der Integration Neue Servicestelle vermittelt Fachkräfte

Wuppertal · Gemeinsam mit Staatssekretär Lorenz Bahr hat Wuppertals Stadtdirektor und Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn am Dienstag (8. Februar 2023) die „Servicestelle Arbeits- und Fachkräfte“ im Haus der Integration offiziell eröffnet.

 Das Haus der Integration an der B 7.

Das Haus der Integration an der B 7.

Foto: Christoph Petersen

Die neue Einrichtung soll Zugewanderten den Weg in die Berufstätigkeit ebnen und gleichzeitig der lokalen Wirtschaft dabei helfen, den Fachkräftemangel zu beheben. Die neue Servicestelle wird vom Land gefördert.

Viele Neu-Zugewanderte oder Geflüchtete wollen arbeiten – können oder dürfen es nicht, weil es ihnen nicht gestattet ist oder Sprache eine Hürde darstellt. Mit der Förderung des Landes hat Wuppertal dieses Problem im Rahmen des „Kommunales Integrationsmanagements“ (KIM) aufgegriffen und die „Servicestelle Arbeits- und Fachkräfte“ im Kommunalen Integrationszentrum eingerichtet. Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung, zu der Staatssekretär Lorenz Bahr aus dem zuständigen Ministerium für Integration kommt, hat die Servicestelle offiziell ihre Arbeit aufgenommen und einen ersten Einblick in ihr Konzept und die künftige Arbeit genommen.

„In Wuppertal beschreiten wir seit vielen Jahren einen sehr erfolgreichen Weg, wenn es darum geht, Zugewanderte in Arbeit und Ausbildung zu integrieren“, so Suna Lenz (Leiterin des Ressorts Zuwanderung und Integration). „Mit dem neuen Landesprogramm KIM konnten wir unser Personal noch einmal aufstocken und gezielt für die Arbeitsmarktintegration einsetzen – gerade hier müssen wir mehr tun.“

Zum Auftakt mit dabei war auch Prof. Robert Helmrich vom Bundesinstitut für berufliche Bildung in Bonn. Er blickte in seinem Impulsreferat über den Tellerrand und lotete aus, welche Entwicklungen, Bedarfe und Anforderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt bestehen.

„Wir freuen uns darauf, nun einem größeren Publikum unsere Arbeit vorstellen zu können“, sagt Fachbereichsleiterin Arlin Cakal-Rasch. „Wir haben besonders darauf geachtet, möglichst viele Fachkolleginnen und -kollegen einzuladen, die unsere Angebote für ihre eigene Beratungsarbeit nutzen können, aber auch Vertreter aus der Wuppertaler Wirtschaft.“

Zur Servicestelle können Geflüchtete und Neu-Zugewanderte kommen, die eine Arbeit oder einen Ausbildungsplatz suchen. Hier wird für jeden Einzelfall individuell ausgelotet, welche Möglichkeiten für Arbeit und Ausbildung es gibt. Liegen bereits im Ausland erworbene Qualifikationen oder Erfahrungen vor? Gibt es möglicherweise persönliche oder familiäre Belastungen? Gemeinsam mit den Klienten werden nächste Schritte und Strategien entwickelt, damit die Integration in den Arbeitsmarkt auch langfristig funktioniert. Dabei soll es eine enge Kooperation mit der Ausländerbehörde, dem Jobcenter und der Arbeitsagentur geben.

„Für viele Unternehmen ist es zudem sehr hilfreich, feste kommunale Ansprechpartner zu haben, die auch bei weitergehenden Themen wie Aufenthaltsstatus, Arbeitserlaubnis, Familie, Schule, Wohnen etc. beraten und unterstützen können“, so Çakal-Rasch.

„Die Servicestelle Arbeit –und Fachkräfte wird möglich, weil wir in Wuppertal bereits eine gute Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Behörden haben, um für die Neuzugewanderten und Geflüchteten, zielgerichtet Angebote zu machen“, meint Dezernent Stefan Kühn.

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