„In den kommenden Jahren wird der Igel in der Tasche vermutlich ein treuer Begleiter des neuen Wuppertaler Kämmerers Christian Wolf sein. Angesichts der Haushaltslage und des Haushaltssicherungskonzepts ist ein kritischer Blick auf die Ausgaben zweifellos notwendig. Die entscheidende Frage wird jedoch sein: Wo müssen wir sparen, und wo kostet uns das Sparen am Ende mehr als eine Investition?
Denn eine Stadt kann sich nicht in eine gute Zukunft sparen. Gerade in schwierigen Zeiten müssen wir darauf achten, dass Wuppertal handlungsfähig und attraktiv bleibt. Investitionen in Infrastruktur und Bildung, Wirtschaft und Stadtentwicklung, Kultur und Lebensqualität sind keine beliebigen Extras. Sie schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Unternehmen investieren und Menschen gerne hier leben.
Deshalb wünschen wir uns, dass neben dem Igel auch ein wenig Biber-Mentalität ins Rathaus einzieht. Der Biber geht mit seinen Ressourcen sorgsam um, aber er baut und gestaltet sein Umfeld. Er schafft Strukturen, die langfristig tragen. Genau das braucht Wuppertal jetzt: mit Augenmaß sparen und gleichzeitig den Mut behalten, Zukunft zu gestalten.
Wir wünschen Herrn Wolf für diese schwierige Aufgabe eine glückliche Hand, einen wachen Blick für echte Einsparpotenziale und den Mut, den Igel auch einmal aus der Tasche zu lassen, wenn es um die Zukunft Wuppertals geht.
Denn Sparen schafft Stillstand. Investieren schafft Zukunft.
Tanja Schäfer (1. Vorsitzende), Jürgen Harmke (2. Vorsitzender), Antje Lieser (Geschäftsführung)“