NRW-Test der Deutschen Umwelthilfe Wuppertal überzeugt im „Hitzecheck 2026“

Wuppertal · Beim aktuellen „Hitzecheck“ der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ist Wuppertal die einzige untersuchte Großstadt in Nordrhein-Westfalen mit einer positiven Gesamtbewertung.

Bewässerung von Pflanzen im August 2025.

Foto: Achim Otto

Während weite Teile des Landes demnach im „roten“ oder „orangen“ Bereich der Hitzebelastung liegen, rangiert die bergische Metropole einem „Beschirmungsgrad“ von 30,73 Prozent Stadt über dem empfohlenen Richtwert für ein gesundes Stadtklima. „Dies beweist: Eine gezielte Förderung von Baumbestand und Schattenflächen schützt die Bürgerinnen und Bürger effektiv vor den Folgen der Erderwärmung“, so die Grünen.

Der Fraktionsvorsitzende Ulrich T. Christenn: „Wuppertal ist Vorreiter für klimaresilienten Städtebau. Das Ergebnis des dritten DUH-Hitzechecks unterstreicht die Bedeutung von grüner Infrastruktur. In Wuppertal bedecken Baumkronen knapp ein Drittel der Siedlungsfläche und sorgen so für natürliche Kühlung und Schatten auf Straßen und Plätzen.“

Der klimapolitische Sprecher: „Dieser Erfolg ist kein Zufall, sondern das Resultat einer Stadtplanung, die den Wert von Vegetation als lebensnotwendige Klimaanpassung erkennt. Während andere Städte wie Euskirchen durch zunehmende Bodenversiegelung und Baumverlust massiv unter Hitze leiden, zeigt Wuppertal, dass ein hoher Beschirmungsgrad die Lebensqualität im Sommer entscheidend sichert.“

Anja Liebert (Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Gesundheit, Klima, Verbraucherschutz und Nachhaltigkeit): „Wir dürfen uns allerdings nicht auf diesem positiven Ergebnis ausruhen. Auch in Wuppertal wird der Baumbestand geringer. Da Bäume Jahrzehnte zum Wachsen benötigen, ist dieser Verlust für die Klimabilanz unserer Städte kaum kurzfristig auszugleichen. Jede versiegelte Fläche und jeder gefällte Baum schwächt unsere „grünen Lungen“ und erhöht das Risiko für hitzebedingte Gesundheitsrisiken in der Bevölkerung.“

Klimaanpassung müsse „zum Standard für Stadtplanung werden. Wir brauchen Investitionen in die grüne Infrastruktur, um unsere Städte auch in einer heißeren Zukunft weiter lebenswert und gesund zu halten.“