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Wupper: Vom toten Fluss zum Laichgewässer

Wupper: Vom toten Fluss zum Laichgewässer

Die Wupper ist nach Einschätzung des Wupperverbandes inzwischen "wieder voller Leben". War er 1983 biologisch tot, leben in dem Fluss inzwischen wieder der empfindliche Lachs und die in NRW selten gewordene Äsche.

Zudem nutzen die Menschen ihn für Freizeit und Erholung.

Die Wupper ist inzwischen auf 75 Kilometern Länge von der Mündung bis zur Stauanlage Dahlhausen für Wanderfische aufwärts durchgängig. "Zahlreiche Laichgruben von Lachsen und Meerforellen, die im vergangenen Herbst in der Wupper — sogar im Innenstadtbereich Wuppertals — entdeckt wurden, zeigen: Die Fische nehmen die verbesserten Gewässerstrukturen bereits an und sorgen in ihrem Heimatfluss für neuen Nachwuchs", heißt es. In mehreren Abschnitten wurde der Fluss renaturiert.

Probleme bereitet die untere Wupper mit den Ballungsräumen. "Ein Gewässerzustand, wie er vor der Industrialisierung war, kann hier aufgrund von Bebauung, großer Bevölkerungsdichte, intensiver Nutzung durch Industrie, Landwirtschaft, Freizeit, durch Einleitungen von Kläranlagen und aus der Niederschlagswasserbehandlung nicht erreicht werden", so der Wupperverband.

Mit Blick auf im Wasser vorhandene Spurenelemente wie Arzneimittel und Chemikalien betreibt der Verband Kläranlage Buchenhofen eine Versuchsanlage zur Elimination und startet in diesem Jahr ein eigenes Untersuchungsprogramm in Wupper und Dhünn. "Auf Basis der so gewonnenen Erkenntnisse können dann Ziel führende Maßnahmen entwickelt werden", heißt es.