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Wohnen in der Politik: Wuppertal zieht ins Schauspielhaus

Projekt „Wohnen in der Politik“ : Wuppertal zieht ins Schauspielhaus

Im ehemaligen Schauspielhaus geht es am 7. März 2020 rund. Dann bauen die zehn Bezirksbürgermeisterinnen und -bürgermeister einen runden Tisch, an dem sie über Themen ihres Bezirks diskutieren.

Während des gemeinsamen Werkens kommen drei Herausforderungen ihres Stadtbezirks auf beziehungsweise an den Tisch, doch nur eine gelangt auf eins der zehn Tischbretter. Diese Themen greift „Wohnen in der Politik“ auf und setzt sie performativ um. Im Schauspielhaus und vor allem mit dem „Performance Kollektiv ZOO“ in den Stadtbezirken selbst.

Die Auftaktveranstaltung von „Wohnen in der Politik“ ist sinnbildlich für das vom 7. bis 29. März laufende Projekt, in dem die „börse“ zusammen mit Iris Ebert, Christoph Rodatz und Pierre Smolarski vom Masterstudiengang „Public Interest Design Kommunalpolitik“ sichtbar und erlebbar macht. Das „Wohnen in der Politik“-Team zieht in zehn Räume nebst großer WG-Küche und lädt alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler ein, gemeinsam ein demokratisches Experiment zu wagen. Jeder Raum symbolisiert einen Stadtbezirk. Eingerichtet sind sie mit Möbeln aus Kleinanzeigen, die aus eben diesen stammen und zum Abschluss bei einem großen Flohmarkt am 29. März wieder in die Stadt zurückgegeben werden. Zwischen Einzug und Haushaltsauflösung liegen drei Wochen, in denen Gäste vom Kioskbesitzer bis zur Bürgermeisterin, vom Bürgerverein bis zum Beirat Bürgerbeteiligung zu Besuch kommen, in denen performt, diskutiert, Vorträgen gelauscht oder einfach nur gemeinsam Tatort geguckt wird.

Dass die „börse“ nicht nur an der Wolkenburg fest verortet ist, sondern mit seinen Ideen und Projekten in ganz Wuppertal aktiv ist, zeigten in der Vergangenheit die kreativen Mitmach-Projekte wie „Lebe, liebe deine Stadt“ oder „Lebe Dein Quartier“. Jetzt gestaltet und belebt die „börse“ den Leerstand des Schauspielhauses, erprobt ein künstlerisches Bürgerforum und erlebt gemeinschaftliches Handeln. Auszüge aus dem Programm gibt es unter www.dieboerse-wtal.de

Jede(r) kann zu Besuch kommen. Foto: Konstantin Koewius