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Verhaftung: Zehn Jahre nach Messerstecherei

Verhaftung: Zehn Jahre nach Messerstecherei

Die Staatsanwaltschaft bringt einen heute 41-jährigen Wuppertaler wegen einer gefährlichen Messerattacke an der Gathe in Elberfeld vor Gericht. Die Tat passierte 2005. Erst jetzt konnte der mutmaßliche Angreifer gestellt werden.

Der Anklage zufolge hatte der Angeschuldigte im August 2005 in einer Gaststätte einen Mann, das spätere Opfer, getroffen, mit dem er bereits von früher aus bisher noch unbekanntem Grund Streit hatte. Nach Informationen der Wuppertaler Rundschau handelte es sich beim damaligen Tatort um das inzwischen geschlossene, damals sehr bekannte Lokal "Monocle".

Den Ermittlungsergebnissen zufolge führten die beiden Männer ihre Auseinandersetzung womöglich auf Vorschlag des 41-Jährigen auf der Herrentoilette fort. Dort soll es dann zum Angriff gekommen sein: Das Opfer erlitt einen gefährlichen Messerstich in der linken Brustseite — nahe am Herzen. Der Mann überlebte durch eine Notoperation.

Der 41-Jährige geriet nach den Geschehnissen in dringenden Tatverdacht, konnte aber nicht festgenommen werden, weil er lange abgetaucht war. Erst jetzt, Ende Mai, fiel er der Polizei bei einer Prügelei auf dem Karlsplatz auf — nur wenige hundert Meter von der Gathe entfernt. Seither sitzt der Mann in Untersuchungshaft.

Laut Landgericht werden dem Mann versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Sollte er verurteilt werden, muss er mit bis zu 15 Jahren Gefängnis rechnen.

Ein Termin zur Verhandlung vor dem Landgericht im Gerichtszentrum am Eiland steht allerdings noch nicht fest.

(Rundschau Verlagsgesellschaft)