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Wuppertaler Arbeitsmarkt: Über 29.000 Menschen ohne regulären Job

Wuppertaler Arbeitsmarkt : Über 29.000 Menschen ohne regulären Job

Die Arbeitslosigkeit in Wuppertal ist im Oktober auf 14.421 Personen gesunken. Das waren 497 Arbeitslose weniger als im September und 1.813 Menschen weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote fiel von 8,2 im September auf 7,9 Prozent.

Im Oktober 2017 belief sie sich auf 9 Prozent.

"Die bereits im September begonnene Herbstbelebung auf dem bergischen Arbeitsmarkt hat sich auch im Oktober fortgesetzt. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich in den drei Städten des bergischen Städtedreiecks noch immer positiv. In Remscheid, Solingen und Wuppertal sind aktuell weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Ich freue mich über die gute Verfassung des Arbeitsmarktes. Im Vergleich zum Vormonat wer-den uns allerdings in allen drei Städten weniger Stellen gemeldet, am stärksten in Wuppertal", so Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. "Insgesamt werden im bergischen Städtedreieck fast 5.200 Arbeitskräfte, vom Helfer bis zum Spezialisten, gesucht. Doch es wird schwieriger, den geeigneten Kandidaten oder die geeignete Kandidatin zu finden. Die Kenntnisse der Bewerber entsprechen häufiger nicht den Anforderungen der Unternehmen, so dass eine Vermittlung längere Zeit benötigt. Aus diesem Grund intensivieren wir kontinuierlich unsere Anstrengungen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu einer Aus- oder Weiterbildung zu verhelfen"

Die Arbeitgeber meldeten im Oktober 424 freie Arbeitsstellen in Wuppertal. Insgesamt werden in Wuppertal damit 2.068 Arbeitskräfte gesucht, das sind 236 Stellen oder 10,2 Prozent weniger als im September und 215 Stellen oder 9,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. "Dieser deutliche Rückgang ist darin begründet, dass die Zeitarbeitsunternehmen weniger Stellen bei der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal melden. Ob dieses als Indiz für eine sich verschlechternde Konjunkturlage gewertet werden kann, wird die langfristige Entwicklung zeigen und bleibt abzuwarten", heißt es.

Besonders gesucht sind in Wuppertal derzeit beispielsweise Fachkräfte und Helfer in den medizinischen Gesundheitsberufen; in der Metallerzeugung und -bearbeitung; in den Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen; im Bereich Verkehr und Logistik; und als Führer von Fahrzeug- und Transportgeräten.

Um die Situation auf dem Wuppertaler Arbeitsmarkt transparent zu machen, ist allerdings neben den arbeitslos gemeldeten Menschen auch ein Blick auf diejenigen erforderlich, die sich in Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik befinden und daher per Gesetz nicht als arbeitslos gelten. Dies ist insbesondere in Wuppertal notwendig, weil sich dadurch die Zahl der arbeitssuchenden Menschen noch einmal nahezu verdoppelt.

Konkret sind in Wuppertal 14.421 Menschen arbeitslos gemeldet. Zusätzlich 14.634 Menschen befinden sich in Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik oder haben einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus, die sie nicht als arbeitslos zählen lässt. Ohne den Einsatz dieser Maßnahmen bzw. ohne den Sonderstatus wären in Wuppertal im Oktober 29.055 Menschen arbeitslos.

Die Unterbeschäftigungsquote in Wuppertal beträgt ebenso wie im September 14,9 Prozent. Im Oktober 2017 lag sie bei 16,4 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung beträgt 49,6 Prozent — vor einem Jahr lag er bei 51,9 Prozent.

In den vergangenen zwölf Monaten sind der Agentur für Arbeit 2.016 Ausbildungsstellen für Wuppertal gemeldet. Dies sind 162 Stellen oder 8,7 Prozent mehr Stellen als im Vergleichszeitraum davor. Ende September waren in Wuppertal noch 263 Ausbildungsstellen frei - 160 mehr als im letzten Jahr. Eine Ausbildungsstelle suchten noch 184 Jugendliche, ein Plus von 33.