Befragungen in Wichlinghausen und Ronsdorf Reden über die Sicherheit in der Stadt

Wuppertal · Zum sechsten Mal haben sich die Beteiligten des Projektes "Aspekte einer gerechten Verteilung von Sicherheit in der Stadt" (VERSS) getroffen. Sie besprachen dabei die Ergebnisse ihrer Forschung und die weiteren Schritte.

 Gruppenbild mit Sozialdezernent Stefan Kühn (mit Fliege).

Gruppenbild mit Sozialdezernent Stefan Kühn (mit Fliege).

Foto: Stadt Wuppertal

Nach der schriftlichen Befragung von Wuppertalern im vergangenen Jahr folgen nun in den nächsten Monaten einzelne Interviews mit Menschen aus den Gebieten Wichlinghausen und Ronsdorf sowie Fragen zum persönlichen Sicherheitsgefühl bei Bewohnern in Altenheimen und sozialen Einrichtungen.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes werden im ersten Halbjahr 2017 vorliegen. Hierzu werden dann auch Handlungsempfehlungen für Kommunen gehören, wie Sicherheit in den Städten gerecht verteilt werden kann.

Das Forschungsprojekt VERSS beschäftigt sich mit Aspekten einer gerechten Verteilung von Sicherheit in der Stadt. Das Projekt geht davon aus, dass die Menschen, die in den Städten leben, ein sehr unterschiedliches Sicherheitsbedürfnis haben, und dass unterschiedliche Stadtviertel, Plätze oder Straße diese Bedürfnisse auf sehr unterschiedliche Weise befriedigen — oder eben nicht. Den Möglichkeiten, allen Sicherheitsbedürfnissen gerecht zu werden, sind organisatorische und finanzielle Grenzen gesetzt.

An diesem Punkt setzt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der "Forschung für die zivile Sicherheit" geförderte Verbundprojekt "Aspekte einer gerechten Verteilung von Sicherheit in der Stadt" (VERSS) an. Es möchte die unterschiedlichen Anforderungen an Sicherheit erfassen, erforschen und daraus Handlungsempfehlungen entwickeln.

An dem Projekt sind folgende Partner beteiligt: das Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen, die Katastrophenforschungsstelle der Freien Universität Berlin, die Stiftungsprofessur Kriminalprävention und Risikomanagement der Universität Tübingen und das Institut für Sicherungssysteme der Universität Wuppertal.

Als Partner kommen die Städte Stuttgart und Wuppertal sowie das Deutsch-Europäische Forum für Urbane Sicherheit (DEFUS) und der Deutsche Präventionstag hinzu.