Justiz Polizei-Großeinsatz am Gerichtszentrum

Wuppertal · Für eine Urteilsverkündung sicherten am Mittwoch (5. April 2017) Beamte mit schusssicheren Westen und Maschinenpistolen den Saal der Schwurgerichtskammer. Fahrzeuge einer Einsatzhundertschaft standen auf dem Vorplatz verkeilt.

 Das Wuppertaler Landgericht.

Das Wuppertaler Landgericht.

Foto: Asio otus / Wikipedia

Die Gerichtsinsel hätte notfalls komplett abgeriegelt werden können.

Grund waren mutmaßliche Bedrohungen am Rand eines Verfahrens um Totschlag in Erkrath-Hochdahl. Dabei ging es um eine tödliche Messerattacke mutmaßlich aus grundloser Eifersucht. Der Angeklagte - ein 42-jähriger, arbeitsloser Familienvater - soll laut Urteil für zwölfeinhalb Jahre in Haft. Er hat gestanden, am 14. Juli 2016 einen Nachbarn im Streit mit 33 Messerstichen getötet zu haben. Er habe das Opfer in Verdacht gehabt, ein Verhältnis mit seiner Frau zu unterhalten.

Der Angeklagte hatte sich unmittelbar nach der Tat der Polizei gestellt. Laut Urteil geschah das nicht aus Reue, sondern aus Angst vor Rache. Mehrere Verwandte des Opfers leben in der Nachbarschaft.

Die Urteilsverkündung verlief ohne Zwischenfälle. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.