Beschluss des Kulturausschusses Kostenlose Räume für Schulen ohne Aula

Wuppertal · Der Wuppertaler Kulturausschuss hat dem Antrag der Grünen zugestimmt, Schulen ohne eigene Aula künftig kostenfrei geeignete städtische Räume für Aufführungen, Ausstellungen und Konzerte zur Verfügung zu stellen.

Nicht jede Schule hat eine Aula wie hier die Erich-Fried-Gesamtschule in Ronsdorf.

Foto: EFG

„Damit erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre künstlerischen Arbeiten öffentlich zu präsentieren – unbürokratisch, sichtbar und wertgeschätzt“, die Grünen. „Einige Wuppertaler Schulen verfügen bislang über keinen geeigneten Veranstaltungsort. Lehrkräfte mussten bisher aufwändig nach möglichen Orten suchen, Finanzierungspläne erstellen und organisatorische Hürden überwinden.“

Dieser zusätzliche Aufwand sei „unzumutbar“ und habe gleichzeitig „oft dazu geführt, dass Projekte nicht realisiert und gezeigt werden konnten. Mit dem Beschluss werden nun bestehende städtische Räume, etwa Verwaltungsgebäude oder öffentliche Kulturorte, gezielt für schulische Kulturarbeit geöffnet. Eine zentrale Ansprechperson in der Verwaltung wird die Vergabe koordinieren.“

Janina Smits /kulturpolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion): „Kunst bekommt Bedeutung erst dann, wenn sie gesehen wird. Unsere Schülerinnen und Schüler leisten enorm viel, aber zu oft fehlt ihnen der Raum, es zu zeigen. Mit diesem Beschluss holen wir ihre Kreativität aus dem Klassenzimmer in die Stadtgesellschaft. Das stärkt Selbstbewusstsein, kulturelle Bildung und echte Teilhabe.“

Die Maßnahme verursache kaum zusätzliche Kosten, schaffe jedoch große Wirkung: „Schulische Kultur wird sichtbar, Lehrkräfte werden entlastet und die Verbindung zwischen Schulen und Stadtgesellschaft gestärkt.“ Kulturelle Bildung gehöre nicht an den Rand des Schulalltags, sondern in die Mitte der Gesellschaft.

Bürgermeisterin Dagmar Liste-Frinker: „Die Stadt hat Räume – unsere Schulen haben Ideen. Jetzt bringen wir beides zusammen. Wenn junge Menschen erleben, dass ihre Arbeiten in öffentlichen Gebäuden gezeigt werden, erfahren sie Anerkennung und Zugehörigkeit. Das ist gelebte Bildungspolitik und eine Investition in den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“