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Jürgen Hardt auf erster Dienstreise in Israel

Jürgen Hardt auf erster Dienstreise in Israel

Jürgen Hardt, Bundestagsabgeordneter für Remscheid, Solingen und Wuppertal, hat als neuer Außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion seine erste Dienstreise angetreten. Sie führte ihn nach Israel, wo er den Holocaust-Opfern gedachte.

Anfang September war Jürgen Hardt (CDU) zum neuen Außenpolitischen Sprecher seiner Fraktion ernannt worden. Er folgte damit auf Philipp Mißfelder, der Mitte des Jahres plötzlich verstorben war. In Israel führte er am Montag und Dienstag (19. und 20. Oktober 2015) zunächst Gespräche mit Abgeordneten der Knesset und Vertretern der israelischen Regierung. Der Mittwochvormittag (21. Oktober 2015) stand ganz im Zeichen des Gedenkens an den Holocaust.

Nach einem ausführlichen Rundgang durch die Gedenkstätte Yad Vashem und dem Besuch der "Halle der Kinder" — in Gedenken an 1,5 Millionen Kinder, die im Holocaust ermordet wurden — legte Hardt an der Erinnerungstafel mit den Namen der Städte seines Wahlkreises Remscheid, Solingen und Wuppertal nieder. Zentrale Stellen zum Gedenken an den Holocaust gehen davon aus, dass über 1.360 Juden aus Solingen, Remscheid und Wuppertal dem Nationalsozialismus zum Opfer fielen.

Hardt: "Der Holocaust, die Ermordung von über sechs Millionen Juden in deutschem Namen, begründet bis heute unsere besondere Verantwortung für den Staat Israel. So ist und bleibt die Sicherheit Israels Teil der deutschen Staatsräson. In meinen politischen Gesprächen stand die aktuelle Situation in Israel angesichts der zahlreichen Terroranschläge der letzten drei Wochen auf israelische Bürger im Mittelpunkt. Ich begrüße, dass Ministerpräsident Netanjahu Gesprächsbereitschaft gegenüber dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Abbas signalisiert hat."

Und weiter: "Wichtig sind jetzt weitere deeskalierende Maßnahmen auf beiden Seiten und eine Entschärfung der Rhetorik. Auch im 50. Jahr unserer diplomatischen Beziehungen zu Israel sind historische Verantwortung und gemeinsame Verantwortung für den Frieden in der Welt untrennbar miteinander verbunden."