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Kritik an "Polis-Preis für neuen Döppersberg": Höchste Lobpreisungs-Töne

Kritik an "Polis-Preis für neuen Döppersberg" : Höchste Lobpreisungs-Töne

Zur Rundschau-Titel-Meldung "Polis-Preis für neuen Döppersberg" vom 27. April meldet sich die Linke sehr kritisch zu Wort.

Bernhard Sander, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Linken im Rat, in einer Pressemitteilung vom 3. Mai: "Das Architekturbüro des Investors bekommt den Preis, der genauso heißt wie die Zeitschrift, die Professor Busmann herausgibt. Herr Professor Busmann ist übrigens auch Mitglied in einem Lobby-Kreis für Shopping-Center. Verschiedene Bürger haben darauf aufmerksam gemacht, dass Herr Busmann derselbe ist, der 1,164 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt einsackt, um den Döppersberg und seinen blechernen Investoren-Kubus in den höchsten Tönen zu lobpreisen."

Sander spannt den Bogen weiter: "Die Laudatio bei der Preisverleihung hielt übrigens Manfred Haesemann, der eine Kanzlei führt, aus der der Wuppertaler Dezernent für Bürgerbeteiligung kam."

Haesemann hat in der vom Wuppertaler Verlag Müller + Busmann herausgegebenen Zeitschrift "Polis — Magazin für Urban Development" vor kurzem auch einen Artikel zum Thema "Stärkung der sozialen Stadt durch Milieuschutzsatzung" veröffentlicht.

Bernhard Sander zieht ein sarkastisches Fazit: "Die Bauherren, die GroKo und ihr bezahlter Schönredner scheinen sich gedacht zu haben: 'Wenn uns sonst schon keiner lobt, müssen wir uns eben selber loben.' In dieser selbstbezüglichen Parallelwelt konnte wohl kaum ein anderer das Preisausschreiben gewinnen."